Mauer-Streit geht weiter

Landsberied – Wegen einer deutlich zu hohen Mauer im Gewerbegebiet Am Leitenberg zankt sich der Gemeinderat schon einige Zeit mit einem örtlichen Bauunternehmer. Eigentlich sollte das Problem aus der Welt geschafft werden, doch die Gemeinderäte sind unzufrieden mit den Vorschlägen des Bauherrn.

Die Mauer aus Steinen, gedacht als Grundstücksbegrenzung, hatte eine Höhe von über zwei Metern erreicht – erlaubt sind im Gewerbegebiet 50 Zentimeter. Die Gemeinde schaltete das Landratsamt ein, das den Bau stoppte. Bei einem Ortstermin wurden Bedingungen ausgehandelt: Legt der Bauherr die Steinmauer treppenartig abgestuft an und bepflanzt diese, dann billigt der Gemeinderat nachträglich diese Änderungen.

Der Bauherr hatte nun im Gemeinderat einen Plan und eine Fotomontage vorgelegt, wie er sich alles vorstellt. Doch viele Räte kritisierten das als zu ungenau und stimmten deswegen erst einmal nicht zu. Der Unternehmer solle im Plan genaue Maße eintragen, sagte Johannes Trischberger (CSU/WDG). Sonst sei einem neuen Streit Tür und Tor geöffnet.

Hans Märkl (Grüne) wies noch auf einen anderen problematischen Punkt hin, der auf dem Grundstück am Ortsrand bestehe: Der Bauherr habe immer noch nicht eine Grenz-Begrünung gepflanzt – diese schreibt die Ortsabrundungs-Satzung aber vor. Dies solle man bei der Entscheidung auch bedenken.

Auch über die Details der Verhandlungen bei dem Ortstermin herrschte im Gremium Unklarheit. Nun soll das offizielle Schreiben der Gemeinde zu den nächsten Beratungen vorliegen, und der Bauherr soll eine Planung samt den Maßen vorlegen.  (fd)

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