Ein Teil der „Royal Trashmasters“ (v.l.): hinten: Rebecca Varendorff, Nico Hörmann, Toni Pauker, Lucas Wizani, Martin Troiber. Vorne: Svea Schulze, Alina Hammermann, Sophia-Marie Klingler und Lehrer Andreas Diederichs. tb-foto

Das aktuelle Interview

Die Meister des Mülls machen Abfalltonnen schöner

Fürstenfeldbruck – Von tristen Mülltonnen haben die „Royal Trashmasters“ (übersetzt: Königliche Meister des Mülls) des Graf-Rasso-Gymnasiums (GRG) die Nase voll. Mit dem Projekt „Juniorunternehmen“ wollen die 15 Schüler ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen, das Mülltonnen verschönert.

Unterstützt von der Junior GmbH wird es ermöglicht, dieses zwölf Monate lang zu leiten. Die Sprecherin der „Royal Trashmasters“, Sophia-Marie Klingler (17), erklärt Aufbau und Ziel des Projektes.

Frau Klingler, in welchem Rahmen entstand das Unternehmen? 

Klingler:  Das Unternehmen entstand durch das P-Seminar Wirtschaft und Recht. Es wird durch das Institut der deutschen Wirtschaft betreut. Die Junior GmbH bietet schon seit mehreren Jahren Schülerfirmenprogramme an Schulen an. Sie ermöglichen uns Schülern, einen Einblick in die Unternehmungsführung zu bekommen.

Warum haben Sie sich für dieses P-Seminar angemeldet?

Klingler: Ich habe mich dafür entschieden, weil ich gerne erfahren wollte, wie viel Arbeit hinter einem Unternehmen steckt und womit man sich genau auseinandersetzen muss, um es erfolgreich zu führen.

Wie werden die Mülltonnen verschönert?

Klingler: Wir haben vor, PVC-Planen mit eigenen Motiven zu bedrucken, wie zum Beispiel Blumen. Die Fotos und die Motive dafür werden wir selbst machen. Die PVC-Planen kann man gut mit Kabelbindern an den Mülltonnen befestigen.

Wer kann diese Planen dann kaufen?

Klingler: In erster Linie sind sie für private Haushalte gedacht. Es ist aber geplant, dass wir uns mit der Stadt in Verbindung setzen. Wenn sie Interesse zeigt, können dann auch städtische Mülltonen mit den Planen verschönert werden.

Wie entstand die Idee mit den Mülltonnen?

Klingler: Wir haben erst einmal mehrere Ideen gesammelt. Etwas mit Lebensmitteln haben wir von Anfang an ausgeschlossen. Da sind die Auflagen sehr streng. Den Vorschlag mit den Mülltonnen fanden alle sehr gut. Es ist etwas Kreatives und wir können damit das Stadtbild verschönern.

War es schwierig, die Aufgaben zu verteilen?

Klingler: Nein, schwierig war es nicht. Wir haben einige Positionen von Junior vorgeschrieben bekommen. Aufgeteilt haben wir die Aufgaben nach Interesse, das hat gut geklappt. Die Arbeitsbereiche unterteilen sich in eine Verwaltungsabteilung, eine Produktabteilung, das Marketing, eine Finanzabteilung, den gewählten Vorstand und einen Pressesprecher.

Was machen diese Abteilungen genau?

Klingler: Die Verwaltung ist für das Organisatorische zuständig, wie das Planen der Versammlungen. Die Produktion kontaktiert mögliche Hersteller und entwirft das Logo. Das Marketing übernimmt die spätere Vermarktung des fertigen Produkts und die Finanzabteilung kümmert sich um die Lohnzettel.

Wie wird das Unternehmen finanziert?

Klingler: Die finanzielle Grundlage bilden wir durch den Verkauf von Anteilscheinen für jeweils zehn Euro. Die kann jeder, der will, bei uns kaufen und ist dann Anteilseigner des Unternehmens.

Wie soll das Projekt in Zukunft ablaufen?

Klingler: Bis Ende Juni findet eine Hauptversammlung statt. Die Produktion soll noch im Sommer beginnen. Die fertigen Mülltonnenaufkleber kann jeder bei uns oder in Baumärkten kaufen.

Welche Erwartungen haben Sie an das Projekt?

Klingler: Ich hoffe, dass alles klappt, wie wir es geplant haben, und wir keine Verluste machen. Wir sind alle sehr engagiert und werden dem erfolgreichen Projekt „Framania“ auf jeden Fall Konkurrenz machen.  gol

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