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Tausende Besucher kommen jedes Jahr zum Altstadtfest auf den Brucker Marktplatz.

Nach den Schüssen in München

Brucker Altstadtfest wird fortgesetzt

Fürstenfeldbruck - Das Altstadtfest wird fortgesetzt. Das hat die Stadt am Samstagvormittag nach den Schüssen von München beschlossen.

Bei einer Krisensitzung am Samstagmorgen trafen sich der amtierende Bürgermeister Erich Raff und führende Kommunalpolitiker aus den Fraktionen. Nach einer Erörterung der Lage beschloss man, das Fest fortzusetzen. Dies allerdings unter stilleren Bedingungen als geplant, sagte Raff eilig auf Tagblatt-Anfrage.

Im Moment arbeitet die Stadt an einer genauen Erklärung zu dem Thema, die dann auch Details enthalten soll.

Mittlerweile liegt die Erklärung der Stadt vor.

Demnach informierte um 10 Uhr  am Samstagvormittag der amtierende Bürgermeister Erich Raff die Fraktionsvorsitzenden im Rathaus über den Verlauf des Freitagabends. "Die große Mehrheit der Politiker war sich einig, das Altstadtfest trotz der tragischen Vorfälle in München fortzusetzen."

 Das zivile Leben müsse weiter gehen, wenn auch mit dem Bewusstsein, dass mit dem Attentat in nur 20 Kilometer Entfernung etwas Schreckliches passiert sei. Das Altstadtfest biete auch die Möglichkeit für die Menschen, sich über das Geschehene auszutauschen.

Um 20 Uhr werde es im Rahmen der Eröffnung des Festes eine 15-minütige Schweigephase geben. Die Musik wird abgeschaltet. Die Wirte werden gebeten, in dieser Zeit den Ausschank einzustellen. Den Vereinen bleibt es selbst überlassen, zu entscheiden, ob sie auftreten möchten.

Zum Hergang am Freitag erklärt die Stadt

Um 19.10 Uhr, das heißt nach den Böllerschützen und der offiziellen Eröffnung des Altstadtfestes, erhielt Erich Raff die ersten Informationen über den Anschlag in München. Ab diesem Zeitpunkt stand die Stadtverwaltung in ständigem Kontakt mit der Polizei.

Demnach gab es aktuell keine Gefährdungslage für die Stadt Fürstenfeldbruck. Dies änderte sich gegen 21.10 Uhr, als bei der Polizei die Meldung einging, dass ein schwarz gekleideter Mann am Fürstenfeldbrucker Bahnhof aus einem Auto ausgestiegen und in Richtung Innenstadt gegangen sei.

 Die Person hatte einen Gegenstand bei sich, der nach Einschätzung des Zeugen eine Langwaffe gewesen sein könnte. Daraufhin wurden alle Zugänge zum Fest von Sicherheitskräften besetzt. Kurzzeitig wurde überlegt, die Veranstaltung sofort zu beenden. Erich Raff sprach um 21.30 Uhr mit der Einsatzleitung der Polizei.

Nachdem sich aufgrund weiterer Ermittlungen keine Anhaltspunkte für eine weitere Gefährdungslage ergeben hätten und sich damit die Situation wieder entspannte, sei zusammen mit der Polizei beschlossen worden, das Altstadtfest bis 23.30 Uhr weiter laufen zu lassen.

Die Stadt wörtlich: "An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Polizei, die angesichts der unsicheren Lage ruhig und souverän vorgegangen ist."

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