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Michael Leyk ist der neue Mann an der Orgel in St. Cäcilia. Er leitet den Kirchenchor Musica Sacra und hat auch die Leitung des Konzertchores von Hildegard Schön übernommen.  

Organist ist erst 27 Jahre alt

Der neue Meister an der Jann-Orgel

Germering - Der Organist und Kirchenmusiker Michael Leyk hat in der Pfarrkirche St. Cäcilia die Nachfolge von Thomas Scherbel angetreten. Der 27-Jährige freut sich auf seine neue Aufgabe und er ist begeistert vom Klang der Jann-Orgel.

„Die Jann-Orgel ist sozusagen die kleine Schwester des Instruments im Münchner Dom und sie ist optimal in den Kirchenraum eingestimmt – es ist ein Genuss, darauf zu spielen“, schwärmt Michael Leyk von seinem neuen Arbeitsgerät.

Sein erstes Konzert in St. Cäcilia hat er vor kurzem an der orgel gegeben. Jetzt freut er sich auf die nächste Herausforderung: Am Sonntag, 13. November um 19 Uhr, dirigiert Michael Leyk Mozarts Requiem. Seit Wochen probt er mit den rund 70 Sängern des Kirchenchors Musica Sacra.

Seine neue Arbeitsstelle ist zwar auf Teilzeit ausgelegt, doch: „Ich arbeite mich noch ein und damit bin ich fast Vollzeit beschäftigt“, sagt der gebürtige Erlanger. Sein A-Diplom in Kirchenmusik hat er bereits in der Tasche, derzeit absolviert er parallel zu seiner neuen Herausforderung in St. Cäcilia sein Masterstudium im Fach Orgel an der Münchner Musikhochschule. Und: „Ich habe auch den Konzertchor von Hildegard Schön übernommen“, erzählt Leyk. Die nächste Aufführung mit diesem Chor ist für den 11. Dezember, 17 Uhr, in St. Johannes Bosco geplant.

Michael Leyk wuchs in Erlangen auf und wurde schon früh musikalisch gefördert und geprägt. Sein Vater ist evangelischer Pfarrer mit einem Faible für den Blues, seine Mutter und Großmutter sangen viele Jahre in Chören. Vom elterlichen Pfarrhaus zur Orgel waren es für den kleinen Michael nur ein paar Schritte – die Kirchenmusik war für ihn schon von frühen Jahren an greifbar. „Mit elf oder zwölf Jahren habe ich meine erste Messe gespielt“, erinnert er sich.

Doch Michael Leyk greift nicht nur in Kirchen, sondern auch in Clubs in die Tasten: „Eigentlich komme ich aus der Jazz-Ecke, ich habe in Jazz- oder Bluesbands gespielt und spiele eigentlich auf allem was Tasten hat.“ Zurzeit lebt er noch in Giesing, nächstes Jahr will er aber nach Germering umziehen.

Er hat übrigens keinerlei Berührungsängste, als evangelisch geprägter Kirchenmusiker in katholischen Gotteshäusern zu wirken: Bevor er seine Stelle in Germering antrat, war er in St. Quirin in München-Aubing tätig. Neben der phänomenalen Akustik in St. Cäcilia („Die Akustik ist transparent, verwischt nicht im Klang, hat eine tiefe Wucht und ist sehr facettenreich“) fühlt er sich auch von den Chormitgliedern herzlich aufgenommen. „Die Zusammenarbeit ist sehr gut, es funktioniert in Germering auch menschlich“, freut sich Michael Leyk.

Angi Kiener

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