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Butch Dohrmann, sportlicher Leiter der Footballer.

Auf der Lände in Bruck

Neue Tribüne nur für wetterfeste Fans

Fürstenfeldbruck - Es war eine schwere Geburt. Doch nach monatelanger Verzögerung steht die neue Naturtribüne im Stadion auf der Lände endlich.

Allerdings gänzlich ohne Wetterschutz. Das bereitet den Footballern Kopfzerbrechen.

Eigentlich sollte die Tribüne Ende Mai fertig sein – Ende Mai vergangenen Jahres. Doch das 60 Meter lange Bauwerk im Stadion der Footballer vom TuS ist kein unumstrittenes. Es gab Verzögerungen. Die Sitzstufen werden erst jetzt – fast ein Jahr nach dem regulären Termin – offiziell eingeweiht. Die Stadtwerke hatten im April 2015 den Damm neben der Amper sanieren müssen. Grund: Hochwasserschutz. Deshalb mussten die veralteten Betonstufen dort weichen und die Stadtwerke waren verpflichtet, Ersatz zu schaffen. Die Sportler von den Fursty Razorbacks wünschten sich eine überdachte Metall-Tribüne, die der TuS sogar angekündigt hatte, selbst zu bezahlen.

Stadtrat wollte Steintribüne

Doch der Stadtrat entschied anders: Die Gremiums-Mitglieder votierten für die Idee von OB Klaus Pleil (BBV), Natursteine in den Wall zu bauen. Trotz der Bedenken des Vereins. Förderung gab es dann auch keine, da die Sitzstufen als landschaftliches Element gelten und nicht nur dem Sport dienen. Die Frage war am Ende: Wer zahlt? Wie viel übernimmt die Stadt, wie viel die Stadtwerke? „Es mussten viele Gespräche geführt werden bevor geklärt war, wer welchen Teil trägt“, sagt Stadtwerke-Chef Enno Steffens. Am Ende kostete die Tribüne rund 150 000 Euro. Davon zahlen die Stadtwerke ein Drittel, wie Christian Wiegner, Abteilungsleiter für Rohrnetze und Erzeugungsanlagen erklärt. Doch keine Regenschirme Eigentlich sollten große Schirme die Zuschauer vor Regen und Sonne schützen. Doch: Das Ganze hätte rund 70 000 Euro mehr gekostet. Zu viel für die Stadt. „Nachträglich können auch keine Halterungen angebracht werden“, sagt Wiegner von den Stadtwerken auf Nachfrage. Butch Dohrmann, sportlicher Leiter der Razorbacks, meint zwar: „Die Tribüne ist optisch toll, da können wir uns nicht beschweren“. Aber: „Sie hat null Witterungsschutz.“

Wenn es windig sei, würde die Luft direkt über die Amper und dann am Hang hinab ziehen. Bei Sonnenschein seien die Steine heiß und bei Regen... naja. Einige Spiele haben schon stattgefunden, seit die Tribüne steht. „Bei der Jugend sind im Schnitt etwa 300 zahlende Gäste da, bei Heimspielen der ersten Mannschaft waren es schon an die 500“, sagt Dohrmann. Insgesamt 400 Gäste haben auf den Sitzstufen Platz. Und die Eintritts-Einnahmen brauchen die Footballer dringend. „Wir müssen ja auch irgendwie unsere Auswärts-Spiele finanzieren“, erklärt Dohrmann. Schon 2015 war nicht gerade leicht gewesen für den Verein, denn die Saison über hatten die Footballer keine Tribüne. Deshalb hofft Dohrmann, in Zukunft auf viele Zuschauer. Das erste Heimspiel der Regionalliga am Samstag um 16 Uhr wurde am Freitag allerdings abgesagt. Grund ist das Hochwasser in der Region der Gegner aus Burghausen

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