Drei Fälle innerhalb kürzester Zeit

Aggressionen auf dem Volksfest - Polizei muss eingreifen

Olching - Das Wochenende auf dem Volksfest war ereignisreich. Aber nicht nur im positiven Sinne: Die Polizei musste mehrmals eingreifen, weil Besucher aggressiv waren.

Fall 1:

Ein erst 15-jähriger Puchheimer hatte sich am Freitagabend auf dem Olchinger Volksfest nicht mehr unter Kontrolle. Das lag möglicherweise auch daran, dass der Bursche betrunken war, wie die Polizei mitteilt. Der Puchheim schlug einfach so auf ein geparktes Fahrzeug ein und beschädigte es auch.

Der 15-jährige Täter wurde aber beobachtet und konnte vom Sicherheitsdienst bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Die Polizei übergab den aggressiven Burschen kurze Zeit später seinem wenig begeistertem Vater.

Fall 2:

Als die Polizei den 15-Jährigen, der auf ein Auto eingeschlagen hatte (siehe oben), in Gewahrsam nehmen wollte, mischte sich ein weiterer Volksfestbesucher ein und versuchte die polizeilichen Maßnahmen zu stören. Die Beamten sprachen einen Platzverweis aus. Doch darauf reagierte der 18-Jährige nicht. Also musste der junge Mann von der Polizei "entfernt", also weggetragen, werden.

Hierbei wehrte sich der Eichenauer so heftig, dass ein Polizeibeamter leicht verletzt wurde. Auch hier dürfte die Alkoholisierung des Täters nicht nebensächlich gewesen sein, mutmaßt die Polizei Olching. Die Beamten stellten bei dem 18-Jährigen einen deutlichen Alkoholpegel fest. Auf den Eichenauer kommt nun ein Strafverfahren wegen Widerstandes sowie Körperverletzung zu.

Fall 3:

Ein 18-jähriger Gröbenzeller wollte am Freitagabend auf dem Volksfest in Olching eine Schlägerei erkannt haben. Um dieser Auseinandersetzung „adäquat“ zu begegnen, holte er kurzerhand einen Schlagstock aus seinem Fahrzeug, schreibt die Polizei Olching in ihrem Volksfestbericht. Der Schlagstock wurde dem Gröbenzeller dann aber von einem Mitarbeiter des Sicherheitsdiensts abgenommen.

Eine Schlägerei, wie sie der Gröbenzeller beschrieben hatte, konnte zu keiner Zeit festgestellt werden. Den Beschuldigten erwartet nun eine Strafanzeige. Es ist nicht erlaubt, einen Schlagstock bei einer öffentlichen Veranstaltung mitzuführen.

tb

Rubriklistenbild: © dpa

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