Nächstes Jahr sollen die Bauhof-Mitarbeiter endlich eine modernen Arbeitsplatz bekommen.  Den Spatenstich setzten (v.l.) Markus Mader (Bauleiter), Peter Rötsch (Leiter des Bauhofs), Martina Dechsler, Bürgermeister Andreas Magg, Stefan Gramelsberger (Bauunternehmer), Lydja Bodensteiner, Stephan Bauer (Architekt), Barbara Rieder-Bauer (Architektin) und dritter Bürgermeister Fritz Botzenhardt.

Spatenstich

Bauhof-Sanierung: Jetzt geht’s los

Olching - Bereits vor 25 Jahren gab es die ersten Pläne zur Umgestaltung des Olchinger Bauhofs. Nun, vier Bürgermeister später, ist es endlich so weit: Der Spatenstich für das neue Sozialgebäude wurde gesetzt.

Jetzt soll es schnell vorangehen. „Der Zeit- und Kostenplan wird wohl eingehalten werden“, verkündete Bürgermeister Andreas Magg nach dem Spatenstich. Rund 2,8 Millionen Euro wird es die Stadt kosten, den derzeit 32 Mitarbeitern auf dem Gelände an der Ordenslandstraße zeitgemäße Aufenthalts- und Arbeitsbedingungen zu schaffen. In etwa vier Monaten soll der Rohbau stehen, bis August 2017 soll das Gebäude fertig sein.

Für Bauhofleiter Peter Rötsch, seit 34 Jahren dort beschäftigt, ist das Grund genug, nicht nur den Spatenstich, sondern auch innerlich zu feiern. „Die Mitarbeiter sind neu motiviert“, stellte Rötsch fest. „Sie freuen sich auf die modernen Gebäude.“ Denn seit fast neun Jahren sind die Heinzelmännchen der Stadt in Provisorien untergebracht. Als man die Container damals aufstellte, sprach man von einer Zwischenlösung.

„Es ist an der Zeit, dass sich das ändert“, sagte Magg. Schließlich sei der Bauhof das Gesicht der Stadt. Er gab zu verstehen, dass das Landratsamt nicht unbedingt zur Beschleunigung beigetragen habe. „Es hat ein Jahr für die Baugenehmigung gebraucht.“

Allerdings hat auch die Stadt ihren Anteil zu der Verzögerung beigetragen. So konnte man sich lange Zeit nicht auf einen Standort für einen modernen Bauhof einigen. 2010 kam sogar ein weiterer, nämlich neben der Feuerwehr in Geiselbullach, ins Gespräch. Später gab es noch einen anderen Vorschlag: auf einem Gelände innerhalb des Gewerbeparks an der B 471.

Olchings Bauamtsleiter Markus Brunnhuber nannte auf Tagblatt-Nachfrage auch noch etwas anderes für die Verzögerung: „Immer wieder kamen finanzielle Gründe hinzu.“ Man habe so Maßnahmen bei städteeigenen Einrichtungen schon mal geschoben. Brunnhuber erklärte, dass dann aber Gewerbeaufsicht und Berufsgenossenschaft Handlungsbedarf angemahnt hätten – insbesondere wegen der fehlenden sanitären Einrichtungen für weibliches Personal. „Insgesamt ist der Platz für 32 Mitarbeiter bei weitem nicht mehr ausreichend“, erklärte Brunnhuber. Es gehe manchmal kuschelig zu, wenn aus einem Aufenthalts- gleichzeitig ein Besprechungsraum werde.

Während der Abbrucharbeiten der alten Gebäude war es zu Klagen von Anwohnern wegen Lärm und Staub gekommen. Das habe man aber mit der damit beauftragten Firma geregelt, so der Bauamtsleiter. Über störende Geräusche sollen sich die Anwohner künftig nicht mehr beschweren können. Denn der Bauhof wird nicht nur modernisiert, sondern auch besser abgeschirmt gegenüber den Wohnhäusern. Die Lärmentwicklung werde geringer.

von Hans Kürzl

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