Bunter Blickfang: Feierlich wurde das Logo der Grundschule Graßfling enthüllt. Das Mosaik wurde von Schülern zusammengesetzt und an der Fassade angebracht. Foto :tb

Erste konkrete Schritte zur Ganztagsschule

Olching – Eine Ganztagsschule gibt es bis dato nicht in Olching. An der Grundschule Graßlfing soll das Angebot realisiert werden. Nun hat der Hauptausschuss den ersten Schritt gemacht und den groben Zeit- und Kostenplan abgesegnet. Es gibt aber noch einen kleinen Haken.

Viele Olchinger Eltern wünschen sich ein Ganztagsangebot im schulischen Bereich. Das hat die Umfrage, die die Stadt im Frühjahr durchgeführt hat, deutlich gezeigt. Wie berichtet soll die Grundschule Graßlfing zum Ganztagsstandort ausgebaut werden. Die Olchinger Martinschule kommt dafür nicht in Frage. Dort gebe es zum einen nicht die räumlichen Entwicklungsmöglichkeiten, zum anderen habe die Schule mit rund 500 Schülern sowieso schon ihre Belastungsgrenze erreicht, führte Bürgermeister Andreas Magg (SPD) den Ausschussmitgliedern noch einmal vor Augen. „Und in Esting funktioniert es weitestgehend“, so der Rathauschef.

In Absprache mit der Schulleitung wurde bereits ein Raumprogramm skizziert und Bauamtsleiter Markus Brunnhuber hat einen ersten Entwurf erarbeitet. Dieser sieht vor, dass der alte Westflügel der Schule, die ehemalige Gemeindekanzlei und Schule von Graßlfing abgerissen wird. An dessen Stelle soll ein dreigeschossiger Bau mit eingeschossigem Übergang in Anschluss an die Sporthalle errichtet werden. „Der Bereich im Erdgeschoss ist relativ offen gehalten“, erklärte Brunnhuber. Dadurch könne man flexibel auf die Anforderungen regieren. Je nach Bedarf können dort Ganztagsschule oder Mittagsbetreuung realisiert werden. In den zwei Stockwerken darüber befinden sich die Klassenräume. Die Aula werde deutlich größer, so Brunnhuber.

Die Kosten für den Neubau sind im Vergleich zur ersten Hochrechnung gestiegen. Ging Brunnhuber im Juli noch von knapp neun Millionen Euro aus, werden nun elf Millionen Euro angesetzt. Läuft alles nach Plan, dann könnte im zweiten Quartal 2018 mit dem Bau begonnen werden. Der Ganztagszweig würde zu Beginn des Schuljahres 2020/21 starten.

So weit, so gut. Doch bei dem Vorhaben gibt es noch einen kleinen Haken, eine Unwägbarkeit. Das Schulamt hat den Bedarf noch nicht festgestellt sprich, ob es es überhaupt für nötig hält, den Neubau zu errichten. Die Anerkennung des Schulamts ist aber zwingend nötig, um Fördermittel beantragen zu können. Die Stadt soll nun den Bedarf in Abstimmung mit dem Schulamt feststellen und mit der Regierung von Oberbayern Gespräche über Förderbedingungen und die Förderhöhe führen, bevor weiter geplant wird.

„Das ist der erste Beschluss zu einer Ganztagsschule in Olching, den wir heute fassen“, sagte Finanzreferentin Marina Freudenstein (SPD). Es habe lange gedauert. „Ich begrüße es, dass wir nun konkret in die Planungen einsteigen“, sagte auch Ingrid Jaschke (Grüne).

Andreas Hörl (CSU) gab zu Bedenken, dass der Neubau viel Geld koste. Er fragte, ob man nicht, wie bei der Mittelschule im Schwaigfeld, wieder einen Projektsteuerer beauftragen könne. Bauamtsleiter Markus Brunnhuber meinte aber, dass er darin keine großen Vorteile sehe. Die Kosten für einen solchen schätzte er auf rund 500 000 Euro.

Logo enthüllt

Seit kurzem ziert die weiße Fassade der Grundschule Graßlfing ein buntes, meterhohes Logo. Das Schullogo besteht aus rund 7000 Einzelteilen. Zerschlagene Fliesen, Teller, Tassen, Kiesel, Murmeln und alles, was sie sonst noch finden konnten, haben 14 Schüler zu einem Mosaik zusammengesetzt und an der Wand angebracht. Unterstützt wurden sie dabei von Achim Lukat, Künstler und Waldorfschullehrer, und engagierten Eltern. Ein halbes Jahr lang wurde an dem Mosaik gearbeitet. Das Logo besteht aus zwei Gs, die durch eine Welle getrennt sind. Es ist durchaus mehrdeutig zu verstehen. So kann man die Zeichen als „Grundschule Graßlfing“ lesen, aber auch als „Geiselbullach – Amper – Graßlfing“. Bei der Enthüllung des Kunstwerks erklärte Rektorin Cathrin Theis den Schülern, dass sie ähnlich wie die Römer damals mit ihrem Mosaik Geschichte geschrieben hätten. „Das Mosaik wird noch sehr lange an dieser Wand hängen und ihr könnt immer sagen‚ Ich habe daran mitgearbeitet.

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