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Ferienprogramm: Trend zu Kreativ-Kursen

Olching - Eine neue Broschüre, jede Menge künstlerischer Kurse und erstmals eine eigene Ausstellung: Die Macher des Olchinger Ferienprogramms sind stolz auf ihr Werk und wollen die Entwicklung hin zum kreativen Gestalten weiter vorantreiben.

Ein absolut positives Fazit zogen die Verantwortlichen des Ferienprogramms bei ihrem Sachstandsbericht im Bildungs- und Sozialausschuss. Zumal es anfangs aufgrund der personellen Unterbesetzung im Jugendzentrum fraglich gewesen sei, ob man das seit 39 Jahren bestehende Angebot heuer überhaupt stemmen kann, wie Bürgermeister Andreas Magg (SPD) zu Beginn betonte. Nur dem Einsatz von Rathaus-Mitarbeiterin Sabine Probst, die eigentlich in erster Linie fürs Sozialzentrum zuständig ist, sowie weiterer Mitstreiterinnen sei die Durchführung zu verdanken gewesen.

Natürlich trug auch das Engagement der vielen Vereine in der Stadt zum Gelingen bei, wie Probst zu berichten wusste. So hätten heuer 45 Vereine insgesamt 66 Veranstaltungen zum Ferienprogramm beigesteuert. Insgesamt gab es 115 Veranstaltungen, die Plätze für 1850 Teilnehmer boten.

Wie beliebt das Ferienprogramm ist, zeigen weitere Zahlen. Über 500 Kinder nahmen an den Angeboten teil. Lediglich sieben Veranstaltungen mussten aufgrund schlechten Wetters oder einer zu geringen Teilnehmerzahl abgesagt werden. Dafür lag die Auslastung der Kurse, Ausflüge und Aktionen laut Probst bei 91 Prozent. „Und kein Kind ist leer ausgegangen“, betonte sie .

Teilnehmen am Ferienprogramm können Mädchen und Buben im Alter zwischen sechs und 15 Jahren. Angenommen würden die Angebote aber hauptsächlich von Kindern im Alter von sieben bis elf Jahren, so Probst. Um auch die Sechsjährigen anzusprechen, die noch nicht zur Schule gehen, habe man das Programmheft erstmals auch in den Kindergärten verteilt. Zudem erschien die Broschüre erstmals in Farbe und mit neuem Look. „Das wurde sehr gut angenommen.“

Premiere feierte auch eine Ausstellung, die Probst zusammen mit Kulturreferentin Ruth Busl (FW) und der für das KOM zuständigen Rathaus-Mitarbeiterin Andrea Koriath sozusagen als krönender Abschluss des Ferienprogramms ins Leben gerufen hat. Bei der Schau mit dem Titel „Von Kinderhand gemacht“ konnten allerlei Dinge bewundert werden, die die Teilnehmer in den Ferienkursen geschaffen hatten: Drucke und Gemälde, Seifen, Taschen, Krippen, Körbe, Boote, Skulpturen und noch viel mehr schöne Dinge.

Die Kinder seien wahnsinnig stolz auf ihre Werke gewesen, wussten Busl und Probst zu berichten. Zudem präsentierte eine Fotodokumentation einen Ausschnitt aus der großen Bandbreite der Veranstaltungen – vom Ponyreiten über eine Flughafenführung bis hin zu einem Besuch bei Polizei, Feuerwehr und im Skyline Park.

„Renner waren heuer die Kochkurse“, erzählte Probst. So habe es allein vier Kurse gegeben, in denen Pralinen hergestellt wurden. Rathauschef Magg zeigte sich erfreut, dass immer mehr Veranstaltungen angeboten würden, bei denen die Kinder kreativ werden können. „Ich finde das toll.“ Tatsächlich geht der Trend laut Probst weg von den reinen Ausflügen: „Es werden bevorzugt die Angebote vor Ort gebucht.“

von Stefan Weinzierl

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