Jean-Marie Leonesitzt für die SPD im Puchheimer Stadtrat.

Die Sommerfrage

„Beim Grillen kann ich einfach nur da sitzen und nachdenken“

Puchheim – Jean-Marie Leone ist Stadtrat in Puchheim. Warum Grillen für ihn Entspannung bedeutet, verrät er im Tagblatt-Interview.

Herr Leone, grillen Sie lieber im kleinen oder doch eher im großen Kreis?

Jean-Marie Leone:  Wir haben hinterm Haus einen Garten und da grillen wir gerne mit den Nachbarn. Das geschieht oft ganz spontan an Wochenenden. Wir machen dann aus, wer was mitbringt und bei wem gegrillt wird. Das sind immer sehr schöne Abende.

Haben Sie schon mal Wintergrillen probiert?

Jean-Marie Leone: Ja, wir haben vor zwei Jahren, als es zu Silvester so warm war, tatsächlich mal draußen gegrillt. Es hatte sicher 15 Grad. Gegessen haben wir aber im Haus.

Wie läuft eine Leone-Grillparty ab? Wer steht am Grill und wer bereitet die Beilagen zu?

Jean-Marie Leone: Also wenn wir bei uns zu Hause grillen, dann stehe ich am Grill. Die Beilagen-Zubereitung teile ich mir mit meiner besseren Hälfte. Beim Kochen ist sie mehr für das Grobe zuständig und ich für die Feinabstimmung (lacht).

Wer putzt hinterher den Grill?

Jean-Marie Leone: Das mache ich, genauso wie das Anheizen.

Gas oder Holzkohle?

Jean-Marie Leone: Ich habe eine Art Holzkohle-Grill, einen Smoker, weil ich den Geschmack einfach gerne mag. Außerdem bin ich kein großer Freund von Gas-Grills. Mit Gasflaschen zu hantieren birgt ja doch immer ein geringes Risiko. Wobei das ja Quatsch ist. Eigentlich ist das ja genauso sicher oder unsicher wie mit einem Holzkohlegrill. Mein Nachbar hat einen Gas-Grill und wenn ich dem so zusehe, wie schnell das alles geht, dann komm ich auch ab und zu ins Überlegen. Mal sehen wie lange mein jetziger Grill noch hält und dann schauen wir weiter.

Was wird am liebsten gegrillt?

Jean-Marie Leone: Letztens hatten wir Freunde aus Neuried zu Besuch, die haben aus einem türkischen Supermarkt in der Stadt Lammkotelettes mitgebracht und selbst mariniert. Die waren wirklich lecker. Ansonsten grille ich sehr gerne Fleisch mit Knochen, Spareribs zum Beispiel. Meine bessere Hälfte kann das gar nicht verstehen. Zu besonderen Anlässen darf’s auch mal ein Entrecôte vom Rind sein. Die Kinder essen sehr gerne Halsgrat, Käseknacker, Rostbratwürstl, solche Sachen.

Erinnern Sie sich an ein besonderes Grill-Erlebnis?

Jean-Marie Leone: Ein besonderes Erlebnis kann ich gar nicht benennen. Das Grillen ist für mich eigentlich immer eine schöne Zeit, in der man zur Ruhe kommen kann. Es dauert immer eine gewisse Zeit, bis der Grill heiß und alles vorbereitet ist. Das ist für mich Zeit, die ich einfach nur da sitzen und nachdenken kann. Das Grillen bedeutet für mich immer zwei, drei Stunden mit der Familie und Freunden zu verbringen und mich wohlzufühlen.

Verraten Sie uns vielleicht noch ein Leone-Spezialrezept?

Jean-Marie Leone: Ich bin kein exzellenter Griller, deswegen kann ich keine Tipps geben. Viel lieber schaue ich’s mir von anderen ab. Ich habe zum Geburtstag ein Buch mit Rezepten für den Smoker geschenkt bekommen und freue mich schon drauf, etwas nachzugrillen.

(Interview: Johannes Thalmayr )

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