+
Alle zwei Jahre laden die Unglerts zum Erntedankfest auf den Hängbüchlhof in Puchheim-Ort (v. l.): Monika und Josef Unglert mit Tochter Michaela und Ehemann Florian Höfel.

So wurde Erntedank auf dem Unglerthof gefeiert

Puchheim – Heuer ist es den Landwirten oft „nass nei ganga“ und auch beim Erntedankfest der Familie Unglert tröpfelte es ein wenig vom Himmel. Trotzdem konnte sich die Landwirtsfamilie über viel Besuch auf ihrem Hof in Puchheim-Ort freuen. Besonders Familien mit Kindern nutzten den Sonntag für einen Ausflug zum Hängbüchlhof.

Ob beim Ponyreiten oder bei einer gemächlichen Kutschfahrt: die Kinder hatten auch ohne weißblauen Bayern-Himmel ihren Spaß. Beim Hofrundgang mit Josef Unglert erfuhren Groß und Klein zudem viel über Rassen mit den Namen Skuddenschaf, Alpines Steinschaf oder Schwarzköpfiges Fleischschaf. Lotti, Dominik und Antonia gingen mit einem schwarzen Skudden-Lämmchen auf Tuchfühlung und knobelten mit Landwirt Josef Unglert und seiner Tochter Michaela Höfel aus, dass das drei Wochen alte Lämmchen ab sofort Johannes heißen soll.

Die Besucher erfuhren beim Rundgang, dass die kleinwüchsigen, robusten Skuddenschafe Fleisch mit leichtem Wildgeschmack liefern. „Unsere Produkte vermarkten wir seit rund 35 Jahren direkt, seit gut 25 Jahren sind wir Bioland zertifiziert“, informierte Unglert. Die Fleisch- und Wurstwaren bieten die Unglerts im Hofladen vor Ort und zweimal die Woche beim Brucker Bauernmarkt an – schließlich ist Josef Unglert auch Chef der Brucker Bauernquelle.

Beim Erntedankfest konnten sich die Besucher gleich noch direkter vom schmackigen Endprodukt, das der Hängbüchlhof liefert, überzeugen, denn: Die Gäste wurden mit deftigem Mittagessen sowie mit Kaffee, Kuchen, Torten und Auszognen bewirtet.

Die 20 Pinzgauer Mutterkühe samt Nachzucht verbringen, wie die Schafherden der Unglerts, den Großteil des Jahres auf den Weiden – zusätzliches Futter für ihre Schafe, Rinder oder Sauen baut die Landwirtsfamilie auf ihren Feldern selber an. Die Schlachtung wird im nahegelegenen Brucker Schlachthof durchgeführt – Metzgermeister Engelbert Jais aus Luttenwang übernimmt das Wursten für die Direktvermarktung.

Raphael ist knapp drei Jahre alt und darf heute das erste Mal auf einem Pferdl probesitzen. Kurz danach genießt Haflinger Apollo professionelle Fußpflege vom Münchner Hufschmied Max Kämmerreit. Vom Olchinger Schmied Helmut Brummer, der grade mit Schulkind Alexander recht lautstark einen Nagel fertigt, lässt sich das braune Ross nicht aus der Ruhe bringen.

Im Zelt spielen die Luitpoldmusikanten aus Germerswang auf, nachdem die Geißenbrunner Landjugend ihren Bandltanz aufgeführt hat. Zudem steht noch das Goaßlschnoizen der Mammendorfer auf dem Programm. 

Angi Kiener

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tritt Martin Runge bei der OB-Wahl in Bruck an ?

Fürstenfeldbruck – Im Vorfeld der OB-Neuwahl im Mai 2017 zeichnet sich eine erste, dicke Überraschung ab. Der Gröbenzeller Martin Runge (Grüne) wird als möglicher …
Tritt Martin Runge bei der OB-Wahl in Bruck an ?

Trabrennbahn hängt in der Luft

Maisach/Daglfing – Die Traber aus Daglfing und die Karl-Gruppe aus dem niederbayerischen Innernzell haben im Streit um die Zukunft des Rennbahn-Areals einen Vergleich …
Trabrennbahn hängt in der Luft

Mit neuem Kalender auf Entdeckungsreise in Grafrath

Grafrath – Ob es viele Kalender gibt, die ihre Besitzer zu Entdeckungsreisen animieren? Wahrscheinlich nicht. Doch dem neuen Kalender „Grafrath in alten Ansichten“ …
Mit neuem Kalender auf Entdeckungsreise in Grafrath

Planung in Ortsmitte: Türkenfeld redet mit

Türkenfeld – Ein sensibles Grundstück in der Türkenfelder Ortsmitte soll bebaut werden. Jetzt schiebt der Gemeinderat erst einmal einen Riegel vor: Er will bei der …
Planung in Ortsmitte: Türkenfeld redet mit

Kommentare