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Und los geht’s: Trotz Regen starteten die Teilnehmer des Rothschwaiger Volks- und Firmenlaufs gutgelaunt vom Tartanplatz des Viscardi-Gymnasiums in den Wald.

Rothschwaiger Lauf

Sie trotzen Matsch und Regen

Fürstenfeldbruck - Sportliche Leistung trotz widriger Bedingungen: Manche Läufer kamen beim verregneten Rothschwaiger Lauf am Wochenende ins Ziel, als seien Strecken zwischen sechs und 21 Kilometern ein Spaziergang. Andere mussten dagegen ordentlich schnaufen.

Sechs Kilometer in 18 Minuten: Ayanle Abdulah (r.) gewann den Lauf und umarmte aus Freude den Zweitplatzierten, seinen Vereins-Kollegen.

Über Lautsprecher erschallt das Startsignal, gemeinsam traben die Gruppen los. Während die Läufer ihren Weg nach Norden einschlagen, ist das Feld bereits weit auseinandergezogen. Kaum eine Viertelstunde nach Beginn erkennen die Organisatoren des Laufs vom TuS schon den ersten Rückkehrer am Horizont. Als Ayanle Abdulah nach sechs Kilometern im Ziel ankommt, rinnt ihm das Wasser über die Stirn, in schwarzem Laufshirt und kurzer Hose steht er keuchend am Rand der Tartanbahn.

Eine Minuten später wirkt er aber schon wieder komplett erholt. „Der Durchgang ist richtig gut gelaufen“, freut sich der 18-Jährige, der mit seinem Verein LG Würm Athletik sechs Mal in der Woche trainiert. Der Regen habe ihm dabei nichts ausgemacht, erklärt der gebürtige Somalier, denn er sei ohnehin fast jeden Tag beim Laufen an der frischen Luft. Ein paar Minuten später joggt er gelassen erneut los, einfach zum Spaß.

Endspurt: Susanne Specht kam als erste Frau nach sechs Kilometern ins Ziel.

Nach Abdulah dauert es eine Weile, bis weitere Teilnehmer ihren Lauf beenden. Beinahe jeder wird beim Zieleinlauf von Organisator Werner Ginzky über das Megafon noch einmal angefeuert. „Da geht noch was!“, schallt es zusammen mit dem Klatschen der Zuschauer und der bereits fertigen Läufer über den Sportplatz. So manches Kopf-an-Kopf-Rennen wird mit lautem Jubel begleitet, auf den letzten hundert Metern strengen sich die Teilnehmer noch einmal richtig an.

Tatsächlich kommen viele Laufamateure erschöpft, aber mit einem breiten Lachen ins Ziel. Doch warum macht es ihnen Spaß, an einem verregneten und kalten Sonntagvormittag im April kilometerweit durch die Gegend zu laufen? Susanne Specht hat nach einem erfolgreichen Lauf über sechs Kilometer eine Antwort parat: „Wenn ich drinnen sitze, finde ich Regen viel schlimmer. Draußen zu sein und zu laufen, hebt die Stimmung – wenn man seine Strecke geschafft hat, fühlt man sich besser.“ Mit ihrem Trainingskollegen aus Dachau freut sie sich über ihren dritten Platz über sechs Kilometer, sie ist die erste Frau im Ziel. Die Gilchingerin ist beinahe täglich in Turnschuhen im Freien unterwegs. Trotzdem war der Lauf für die 31-Jährige anstrengender als gewöhnlich: „Vor allem der Matsch hat an den Kräften gezehrt.“ Der sei wegen des Regens aufgeweicht und schlammig gewesen.

Erstmal einen Schluck Wasser: Michael Törner war nach dem Joggen fix und fertig. Stilles Wasser brachte ihn aber schnell wieder auf die Beine.

Hier hatten auch Magnus und Nicole Dietl (43) ihre Probleme. Besonders für den Siebenjährigen war es anstrengend und schwierig, über den rutschigen Waldboden zu laufen. Trotzdem hat er es sogar ein paar Sekunden vor der Mama ins Ziel geschafft. Das wird jetzt erst einmal mit Kuchen gefeiert – allerdings daheim im Trockenen.

Maria-Mercedes Hering

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