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So schnell klappt Smart Home: Michael Nerke (l.) und Jörg Sahlmann klärten über Möglichkeiten auf.

Heizung, Türen und Fenster per Smartphone steuern

Fernsteuerung für das eigene Heim

Germering - Licht und Türen ferngesteuert, der Lautsprecher in der Glühbirne oder der Mähroboter im Garten – dank Smart Home soll der Alltag einfacher und sicherer werden. Das muss sich aber noch rumsprechen.

„Es besteht eindeutig noch Aufklärungsbedarf.“ Für Jürgen Biffar, Vorsitzender des Germeringer Gewerbeverbandes, ist Smart Home zwar dank der Smartphones in aller Munde, aber noch nicht so richtig in den Köpfen der breiten Masse angekommen. Das erste Germeringer Smart Home Forum war ein erster Schritt, das in der Stadt zu ändern

Einfach mal gescannt: Jürgen Biffar von Docuware zeigt, was man gegen zu viel Papierkram unternehmen kann.

Auch Michael Nerke von der Münchner Firma „smart dahoam“ sieht noch Nachholbedarf. „Da denken viele noch an Viren, Systemüberlastung und schwere Programmierung“, weiß er aus Erfahrung. Doch die Zeit der Bedienungsanleitungen, die keiner verstehe, sei lange vorbei. Videos im Internet würden in der Regel anschauliche Erklärungshilfen geben, Apps wenig Speicherplatz beanspruchen.

Dass Smart Home noch nicht so recht verbreitet ist, liegt nach Nerkes Meinung ebenfalls an Anbietern wie zum Beispiel der Deutschen Telekom: „Die haben Smart Home zwar auf dem Schirm, forcieren das aber viel zu wenig in der Öffentlichkeit.“

Daher ist für Alfons Niedermair das Zusammentreffen der insgesamt 14 Fachfirmen in der Stadthalle eine gute Sache. Sowohl Firmen als auch Privatkunden könnten sich hier angesprochen fühlen. Das gilt ebenso für den Mähroboter, den er zusammen mit Karin Stöveken präsentiert: „Das Gerät packt den Golfplatz genauso wie den Kleingarten“, sagte Niedermair. Auch die Bedienung des Geräts sei sehr leicht, fügt Stöveken hinzu: „Wer ein Mobiltelefon bedienen kann, kann genauso diesen Mähroboter zum Laufen bringen.“

Nur der virtuelle Rasen fehlt: Für Alfons Niedermair und Karin Stöveken sind Mähroboter im Kommen.

Mehr Bewegung ins smarte Leben der Stadt will ebenso Oberbürgermeister Andreas Haas bringen. So soll die Kommunikation auf der Homepage weiter verbessert werden. Auch die Zugangsmöglichkeiten per WLAN zum Internet sollen im Stadtgebiet ausgebaut werden. „Denn wer smart ist, ist schlauer, gewitzter“, erklärte Haas den Forumsbesuchern. Er hätte ohne weiteres vom Rathaus aus eine Videobotschaft übermitteln können. „Doch bei aller Technik bleibt der direkte Kontakt zu den Menschen wichtig“, betonte der Oberbürgermeister.

Das weiß auch Gewerbeverbandschef Biffar. Der Mensch als Nutzer müsse im Mittelpunkt stehen. „Denn letztendlich entscheidet jeder selbst, welche und wie viel Smart Home Anwendungen er nutzen möchte.“ Generell sei die Abhängigkeit von neuen Techniken umso geringer, je besser man sie beherrsche, so Biffar abschließend.

Von Hans Kürzl

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