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Viele Bürger kamen beim Stadtfest zusammen.

Stadtfest: Puchheim sucht das Besondere

Puchheim - Der Boden noch aufgeweicht, die Sonne noch sehr schüchtern – man musste schon gute Laune mitbringen, um beim Puchheimer Stadtfest zu feiern. Immerhin gab es einen besonders fröhlichen Moderator, der durchs Programm führte und sogar Anhänger für seine eigene Bürgermeister-Kandidatur suchte.

Joe Heinrich, der Mann, der in der BR-Sendung „quer“ die Aigner- und Söder-Puppen zappeln lässt, hatte als Conferencier über zwei Tage jede Menge Aufführungen anzukündigen. Für jeweils 20 Minuten belegten tagsüber Judo-Kids oder Gospelchor, Line Dancer oder Blockflötenspieler die Bühne neben dem PUC. Am Samstagnachmittag aber hatten vier Politiker ihren Auftritt und Moderator Heinrich lief zur Hochform auf. „Kränzlein ist ja ein schöner Name, waren Sie auch mal Bürgermeister?“ begrüßte er etwa den vormaligen Rathaus-Chef. Und lief dann dynamisch durch die Reihen, um Wahlkampf für sich selbst zu machen: „Wer ist für mich als Bürgermeister?“ fragte er das Publikum. Mindestens sechs von ungefähr 300 Fingern hoben sich.

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So schön war's beim Stadtfest

Das heutige Gemeindeoberhaupt Norbert Seidl hatte seine beiden Vorgänger und den Stadtentwicklungsreferenten zu einer – laut Ankündigung – „unterhaltsamen Gesprächsrunde“ über fünf Jahre Stadt gebeten. Die sah dann so aus, dass etwa bei einem heiteren Zahlenspiel aus zehn Ziffern ein besonderes Datum zu erraten war. Dass es sich um den Termin der Stadterhebung handelte, erkannte nach ein paar Minuten eine Dame aus dem Publikum. Ferner wurde ein heiteres Memory gespielt, bei dem farblich irgendwie zusammenhängende Fotos aus der Stadt mit Fragen wie „Was ist das Besondere an Puchheim?“ kombiniert wurden.

"Bei der Größe muss man einfach eine Stadt werden."

Besonders ist zum Beispiel, dass es in der Stadt auch ein Puchheim-Ort gibt. Aber „das Dorf ist uns sehr lieb,“ versicherte der in Lederhose erschienene Alt-Bürgermeister Erich Pürkner. Ganz Puchheim sei 2011 – gemessen an der Bevölkerungszahl – auf Platz 63 unter 2100 bayerischen Kommunen gestanden, erinnerte sich der damalige Rathauschef mit dem schönen Namen. „Bei der Größe muss man einfach Stadt werden,“ sagte Herbert Kränzlein.

„Dass man hier besonders schön leben kann,“ ist wiederum für Amtsinhaber Seidl das Besondere. „Das werden die Eichenauer auch von Eichenau sagen,“ störte nur Entwicklungsreferent Reinhold Koch die Selbstbeweihräucherung. Wohl von weiter her als von Eichenau kam der Gast, der sich erkundigt hatte, ob das sehr robust wirkende Zelt nebenan ständig aufgebaut sei. Er meinte das Dach des Kulturzentrums.

Abseits der Open-Air-Bühne waren auf der PUC-Wiese zahlreiche Stände aufgebaut. FC Puchheim, Feuerwehr, Kirchen und Stadt übernahmen das gastronomische Angebot. Wer nicht nur Essen, Getränke und Kultur konsumieren wollte, kam etwa beim Fitness-Test des FC Puchheim in Bewegung. Oder beim Deutsch-Finnischen Verein: Der bot Wettbewerbe im Gummistiefel- und Handy-Weitwurf an.

Olf Paschen

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