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Die Sanierung des Schwimmbads kostet die Gemeinde Türkenfeld mindestens 300.000 Euro.

Schwimmbad ist in die Jahre gekommen

Bad-Sanierung kostet mindestens 300.000 Euro

Türkenfeld – Das gemeindliche Schwimmbad ist in die Jahre gekommen  - und hat Sanierungsbedarf. Dafür muss die Gemeinde tief in die Tasche greifen.

Eine erste Untersuchung der Stahlbetonträger ergab, dass die Bewehrungseisen korrodiert sind. Das Schwimmbad kann zwar weiterhin wie gewohnt genutzt werden. „Aber es besteht Handlungsbedarf“, berichtete Ingenieur Christian Eltschig im Gemeinderat.

Der Durchmesser der Eisenstäbe in den vier untersuchten Betonträgern sei von 20 auf 17,4 Millimeter geschrumpft, so der Planer. Damit sei die Standsicherheit des Gebäudes zwar noch gegeben, aber beeinträchtigt. Am Beispiel einer Ampel befinde man sich im hell-orangen Bereich. In einem Zeitraum von ein bis drei Jahren müssten Maßnahmen ergriffen werden.

Ein weiteres Problem steckt im so genannten Beckenumgang, also den Flächen, die unmittelbar an den Beckenrand grenzen. Im darunter liegenden Kellerraum hat eindringendes Chlorwasser die Oberkante der Decke beschädigt. In diesem Bereich sollen nun zur Absicherung Holzstützen eingebracht werden.

Eine Komplett-Sanierung dürfte die Gemeinde eine Menge Geld kosten. Allein für die Betoninstandsetzung stehen 300 000 Euro im Raum. Doch das ist nur der Anfang. Auch die Anlagen- und Haustechnik sowie der Brandschutz in dem 48 Jahre alten Gebäude müssten unter die Lupe genommen werden, so Eltschig.

Bürgermeister Pius Keller (CSU) warf die Frage auf, ob man das Bad weiter betreiben solle. „Eine andere Nutzung wäre vielleicht die billigste Lösung. Aber dann haben wir kein Schwimmbad mehr.“ Ob eine Instandsetzung ähnliche Kosten verursachen würde wie ein Neubau, überlegte Sabeeka Gangjee-Well (Dorfgemeinschaft).

Eltschig riet zu weiteren Untersuchungen durch einen Objektplaner, der dann Sanierungs- und Nutzungsvarianten aufzeigen könne. Zunächst beauftragte der Gemeinderat das Ingenieurbüro Brandl & Eltschig mit weiteren Berechnungen zur Standsicherheit und einer erneuten Begutachtung in einem Jahr.

von Ulrike Osman

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