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Finanzlücke bei Glasfasernetz: Berater soll helfen

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Türkenfeld - Wie geht es weiter mit dem Kommunalunternehmen? Um die finanzielle Situation des Errichtungs- und Versorgungsbetriebs Türkenfeld (EVBT) langfristig in den Griff zu bekommen, hat sich die Gemeinde Input von kompetenten Bürgern geholt.

 Als nächstes will man sich professionell beraten lassen und die Möglichkeiten für Sondertilgungen ausloten. Der EVBT betreibt das örtliche Glasfasernetz. Im Frühjahr war bekannt geworden, dass das Unternehmen seine Investitionskredite nicht im erforderlichen Umfang tilgen kann und die Gemeinde Geld zuschießen muss.

Auf Anregung von EVBT-Verwaltungs- und Gemeinderätin Sabeeka Gangjee-Well wurden im September fünf Bürger mit betriebswirtschaftlichem und technischem Know-How zu einem Gespräch eingeladen, darunter auch der Leiter eines Kommunalunternehmens aus der Region. „Ich habe die Runde als sehr konstruktiv erlebt“, berichtete Vize-Bürgermeister Emanuel Staffler (CSU) jetzt im Gemeinderat. Die ehrenamtlichen Experten hätten ganz neue Möglichkeiten aufgezeigt, wie man die Einnahmenseite des Unternehmens stärken und das Geschäftsmodell weiterentwickeln könne.

Angesichts des nahenden Jahresendes wurde Bürgermeister Pius Keller (CSU) vom Rat beauftragt, zu klären, ob die Gemeinde für 2016 noch eine Sondertilgung leisten kann. Als nächstes will sich Türkenfeld einen Berater suchen, der ein ganzheitliches Unternehmenskonzept und einen wirtschaftlichen Fahrplan bis mindestens 2023 aufstellt. In Frage kämen laut Staffler Fachleute des Kommunalen Prüfungsverbands oder des Gemeindetages. Die Abarbeitung des Beratungsauftrags dürfte sechs bis neun Monate in Anspruch nehmen. Erst danach sollen Satzung und Geschäftsordnung des EVBT angepasst und Personalentscheidungen getroffen werden. (os)

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