im Zuge der Dorferneuerung 

So soll der Geh- und Radweg in Zankenhausen gebaut werden

Zankenhausen – Ausführlich hat sich der Vorstand der Türkenfelder Dorferneuerung mit den ersten Entwürfen für einen neuen Geh- und Radweg in Zankenhausen beschäftigt. Der Weg soll an der Türkenfelder Straße entlang in die Ortsmitte führen.

Von mehreren Varianten, die Planer Otto Kurz präsentierte, stellte sich eine als klarer Favorit heraus. Demnach würde der bestehende Radweg aus Richtung Türkenfeld zunächst auf der Westseite der Straße fortgeführt. Am Beginn der Bebauung soll er auf die Ostseite wechseln und die Fahrbahn verschwenkt werden, was als willkommenen Nebeneffekt eine Verlangsamung des Pkw-Verkehrs mit sich bringen würde.

Für diese Variante sprach außerdem, dass Radler auf der Ostseite deutlich weniger Einfahrten passieren müssten als auf der Westseite. Und im Osten wäre der Weg in der kalten Jahreszeit schneller eis- und schneefrei, wie Altbürgermeister Georg Klass sagte. „Wir haben Geh- und Radwege immer dort angelegt, wo im Winter eher die Sonne hinscheint.“

Diskussionen gab es über die Frage, ob Radler den Seitenwechsel überhaupt mitmachen oder einfach auf der Straße weiterfahren würden. Vor allem die Transit-Radler Richtung Eching würden auf der Westseite bleiben, so die Befürchtung – denn der Radweg wird ohnehin vorläufig in der Ortsmitte enden. Sabeeka Gangjee-Well forderte jedoch, weniger die Interessen durchfahrender Ausflügler zu berücksichtigen als die der Zankenhausener Bürger. Besonders für Kinder und Senioren sei die Ostseite wegen der geringen Zahl an Grundstückszufahren sicherer. „Und die Engstelle am Kriegerdenkmal wird dadurch auch entschärft“, ergänzte Hans Well.

Auch einige Anwohner waren zu der Sitzung gekommen. Sie interessierte vor allem die Frage nach den Kosten, doch dazu konnte der Planer noch keine Aussage machen. Klar ist bisher, dass Türkenfeld für den gesamten Straßenausbau einen 50-prozentigen Zuschuss bekommt, so dass der Anteil der Gemeinde und der Grundeigner entsprechend geringer ausfällt. Kurz sagte, er werde mit den Betroffenen sprechen, sobald der Entwurf genauer ausgearbeitet sei.

Ein Problem bei der Maßnahme droht die Entwässerung zu werden. Bürgermeister Pius Keller äußerte sich überzeugt, dass der vorhandene Oberflächenkanal zu alt und nicht mehr belastbar sei. Eine Kamerabefahrung soll das genauer untersuchen.

Ein Anwohner kritisierte, er habe bereits jetzt Probleme mit Oberflächenwasser, das bei Starkregen auf sein Grundstück läuft. Mitte September will sich der Vorstand die Situation bei einem Ortstermin gemeinsam anschauen. 

von Ulrike Osman

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