Dach undicht: In die beiden Turnhallen hat es bereits mehrmals hineingeregnet.

Max-Born-Gymnasium

Undicht und alt: Turnhallen werden saniert

Germering - Die beiden alten Turnhallen des Max-Born-Gymnasiums sind marode. Jetzt werden die Gebäude schnellstmöglich generalsaniert.

Eigentlich waren die beiden alten Hallen des Max-Born-Gymnasiums nur noch sporadisch in Gebrauch. Lediglich dann, wenn bei mehreren Klassen gleichzeitig Sport auf dem Stundenplan stand, musste eine Gruppe in eine der zwei alten Hallen, die durch einen Geräteraum miteinander verbunden sind, ausweichen. Die anderen konnten in der Zweifachhalle, die es seit 1999 gibt, unterrichtet werden. Doch seit vergangenen Herbst ist alles anders.

Die Zweifachhalle ist seitdem mit Asylbewerbern belegt und für den Unterricht nicht mehr verfügbar. Die Sportklassen mussten zwangsläufig auf die beiden kleineren Hallen ausweichen. Doch die sind marode. Die Gebäude stehen bereits seit der Gründung der Schule. Heute sind die Hallen stark sanierungsbedürftig. Teile des Dachs sind nicht mehr hundertprozentig dicht. Außerdem wurden Stoffe in der Bausubstanz entdeckt, die sich in weiterer Zukunft gesundheitsgefährdend auswirken können.

Momentan sei der Aufenthalt in den Gebäuden aber gänzlich unbedenklich, beruhigt Schulleiter Robert Christoph die Eltern. Alles andere würde man von Seiten des Gymnasiums niemals zulassen. Damit es in der Zukunft aber nicht dazu kommt, drängte die Schule jetzt auf Maßnahmen. Und die wird es bald geben.

Eigentümer der Hallen ist der Landkreis. Und der will die beiden alten Gebäude nun generalsanieren. Diesem Vorhaben, das etwa 2,1 Millionen Euro kosten wird, stimmte der Stadtrat mit einer Gegenstimme am Dienstagabend zu. Germering selbst muss sich an den Kosten nicht beteiligen.

Das Gremium hatte zuvor darüber diskutiert, ob ein Neubau mit städtischer Beteiligung – entweder einer Einfachturnhalle (2,7 Millionen Euro) oder einer weiteren Zweifachturnhalle (3,7 Millionen Euro) – nicht sinnvoller wäre. Weil sich die Schulleitung aber eindeutig für eine Sanierung der alten Hallen ausgesprochen hatte, folgte der Stadtrat diesem Wunsch.

 „Wir sind für den Erhalt der beiden Hallen“, sagte Schulleiter Robert Christoph auf Anfrage. Denn auf diese Weise könnten weiterhin zwei separate Veranstaltungen in den beiden Hallen stattfinden, die sich akustisch nicht stören. „Das ist vor allem deshalb so wichtig für uns, weil wir kein richtiges Foyer oder eine Aula in der Schule haben, wo Versammlungen, Feierlichkeiten oder Theateraufführungen stattfinden können“, so Christoph. Außerdem glaubt der Schulleiter, dass eine Generalsanierung wesentlich schneller über die Bühne geht, als ein Neubau.

Und Christoph will bei den stark sanierungsbedürftigen Gebäuden keine Zeit verlieren. Noch im April könnte die Hallen-Sanierung im Kreistag entschieden werden. Robert Christoph erhofft sich einen Baubeginn bereits im Frühjahr 2017.

Wie es während der Arbeiten mit dem Sportunterricht weitergehen soll, weiß der Schulleiter selbst noch nicht. „Das ist eine sehr gute Frage.“ Er geht davon aus, dass bis dahin die Flüchtlinge wieder ausgezogen sind und die Schule ihre große Zweifachsporthalle wieder für den Unterricht nutzen kann.

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