Adelshofen

Wird Pschorrstadel zur Wirtschaft?

Adelshofen - In die Debatte um die Zukunft des Pschorr-stadels kommt wieder Bewegung. Es gibt einen Interessenten, der den maroden, denkmalgeschützten Stadel in der Ortsmitte in Veranstaltungsräume umbauen will.

 Im Gemeinderat findet das Konzept großen Anklang – bei den Anwohnern jedoch nicht. Eine konkrete Planung liegt noch nicht vor. In der Bauvoranfrage, die der Gemeinderat jüngst beriet, heißt es lediglich, dass für den Stadel eine Nutzungsänderung von ehemals Landwirtschaft in Veranstaltungsräume mit Bewirtung beantragt wird. Auch die dafür notwendigen 25 Stellplätze sind bereits nachgewiesen.

Doch die unmittelbaren Nachbarn stehen den Plänen kritisch gegenüber, wie sie in einem Schreiben an die Gemeinde darlegen. Sie befürchten Geräuschbelästigungen durch Veranstaltungen, Lüftung und die an- und abfahrenden Autos. Außerdem äußern sie weitere Bedenken, unter anderem wegen möglicher Geruchsbelästigungen, eines erhöhten Verkehrsaufkommens, einer Verschmutzung ihrer eigenen Grundstücke durch die Besucher des Pschorrstadels und wegen der Anordnung der Stellplätze. Vor allem die Parkplätze südlich des Stadels – und damit unmittelbar vor dem Reihenhaus der kritischen Nachbarn – sahen auch die Gemeinderäte als nicht ideal an. „Da gibt es sicher andere Möglichkeiten, die nötigen Stellplätze unterzubringen“, sagte Bürgermeister Michael Raith (CSU).

Er regte an, diese Plätze aufzugeben. Ansonsten fand die Voranfrage aber Gefallen im Gremium. Vize-Bürgermeister Johann Siebenhütter (CSU) begrüßte die Pläne: „Da das Gebäude denkmalgeschützt ist, sind die Möglichkeiten eingeschränkt.“ Deshalb könne man nur befürworten, dass nun ein Vorschlag vorliegt, das marode Gebäude zu sanieren. Georg Kleefeld (CSU) erinnerte zwar an einen Anbau, der vor einiger Zeit aus Sicherheitsgründen abgerissen wurde. „Das würde vom Denkmalschutz gerne gesehen, dass dieser wieder errichtet wird.“ Frank Bischoff (FW) wollte den Interessenten aber nicht gleich mit Maximalforderungen verschrecken. „Wir haben noch nie eine bessere Alternative gehabt, seit ich im Gemeinderat bin“, sagte er. (ad)

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