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An neun Stationen muss der Nachwuchs sein Wissen testen, wie hier bei der Ersten Hilfe.

Jetzt dürfen sie mit zu Einsätzen fahren und im Hintergrund helfen

Feuerwehr-Nachwuchs im Leistungstest

Ohlstadt - Die nächste Hürde: Im Rahmen der Truppmann-Ausbildung der Feuerwehr absolvieren 27 junge Kräfte aus verschiedenen Orten die Zwischenprüfung. Vom Leistungs- bis zum Wissenstest. 

Wie nimmt man einen Hydranten in Betrieb? Wie baut man eine Schlauchbrücke? Und wie knüpft man einen Rettungsknoten? Bei der Zwischenprüfung in der Modularen Truppmann-Ausbildung (MTA) in Ohlstadt mussten nun junge Feuerwehrmänner und – frauen in Theorie und Praxis zeigen, was sie in ihrer bisherigen Ausbildung gelernt haben. „Die MTA dauert etwa ein Jahr und ist die Grundausbildung dafür, dass unsere jungen Kräfte ausrücken dürfen“, erläuterte Kreisbrandinspektor Herbert Maurus, der als einer von insgesamt 22 Prüfern den Leistungs- und Wissenstest an der Feuerwehrwache in Ohlstadt abnahm.

Insgesamt nahmen daran 27 Nachwuchsfeuerwehrleute zwischen 16 und 18 Jahren von den Wehren aus Großweil, Murnau, Ohlstadt, Eschenlohe und Grafenaschau teil. Nach einem theoretischen Wissenstest mit 50 Fragen mussten die Prüflinge an neun Stationen unter anderem Erste Hilfe leisten oder die Funktionsweise bestimmter Geräte – etwa des Strahlrohres – erklären. Einer von ihnen war Hannes Perchtold von der Ohlstädter Wehr: „Die Feuerwehr verrichtet eine wichtige Aufgabe“, begründete der junge Mann, warum er bei der Feuerwehr mit dabei sein möchte. „Und nett ist es auch.“ Nervös war er bei der Prüfung nicht, denn: „Wir haben ja alles gut geübt vorher.“ Johann Schwinghammer, der vor den wachsamen Augen von Prüfer Christian Neuner von der Feuerwehr Murnau gerade einen Hydranten in Betrieb nahm, fieberte schon dem Tag entgegen, an dem er nach bestandener Prüfung endlich mit zu Einsätzen ausrücken darf. „Da freue ich mich schon drauf“, so der Feuerwehrler der Ohlstädter Wehr.

Wie Kreisbrandinspektor Maurus erläuterte, dürfen die Nachwuchshelfer nach bestandener MTA zwar mit zu Einsätzen fahren. In vorderster Reihe werden sie aber noch nicht eingesetzt. Unter anderem aus Altersgründen dürfen sie dann zwar im Hintergrund mithelfen, direkt an den Brandherd und Feuer löschen oder bei einem Autounfall unmittelbar an die Unfallstelle, das sei laut Maurus noch zu früh.

Franziska Seliger

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