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G7-Gipfel: Kontrollstation auf 2300 Metern Höhe

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G7-Gipfel, Stützpunkt, Meilerhütte, Wetterstein
Höchstgelegener Stützpunkt: Von der Meilerhütte aus werden Polizisten die Grenze während des Gipfels bewachen. © Beez

Garmisch-Partenkirchen - Das wird wohl der höchstgelegene Kontrollposten für den G7-Gipfel: Auf der Meilerhütte im Wettersteingebirge werden Polizisten stationiert.

Update vom 11. Mai 2015: Die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Wirtschaftsnationen treffen sich am 7. und 8. Juni auf Schloss Elmau zum G7-Gipfel. Dafür werden sie zwei Tage lang unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen abgeschirmt vom Rest der Welt. Wir berichten über alle Entwicklungen vom G7-Gipfel in unserem News-Blog und halten Sie schon jetzt auf dem Laufenden. 

Straßen, Wanderwege, Waldpfade: Alle Routen, die zum Gipfel-Tagungshotel Schloss Elmau führen, werden aufs Gründlichste kontrolliert und gesichert. Und davon gibt es nicht nur viele, sondern auch welche im unwegsamen Gelände. Zum Beispiel die deutsch-österreichische Grenze im Wetterstein. Zwar ist es ein Gewaltmarsch von Leutasch hinauf zur Meilerhütte und auf der anderen Seite wieder hinunter über den Schachen ins Elmauer Tal. Doch auch über diese Route sollen sich keine sportlichen Demonstranten zum Schloss schleichen.

G7-Gipfel: Hier müssen Bergsteiger ab Pfingsten mit Kontrollen rechnen

Darum wird die Meilerhütte zur wohl höchstgelegenen Kontrollstation während des Staats- und Regierungstreffens am 7. und 8. Juni. 16 Beamten wohnen in der Zeit in der Unterkunft der Alpenvereinssektion Garmisch-Partenkirchen, wie Hüttenreferent Gerald Walter berichtet. Sowohl Beamte der Bundespolizei als auch Kollegen aus Österreich und Retter der Bergwacht.

Im hochalpinen Gelände braucht es visierte Kräfte. Sie sollen am Pfingst-Wochenende einziehen und bis kurz nach dem Gipfel bleiben. Aber „das Gebiet soll bedingt begehbar bleiben“, betont Walter. Mit Kontrollen müssen Bergsteiger aber rechnen. Denn vorbei an der Meilerhütte verläuft „der einzige Übergang von Leutasch aus“, betont der Hüttenreferent. Zudem ist „von dort das ganze Gebiet gut einsehbar“.

Trinkwasseraufbereitung in der Meilerhütte vor G7-Gipfel auf neuesten Stand gebracht

Die Ankündigung der besonderen Gäste hat der DAV genutzt, um ein lang geplantes Projekt in seiner Unterkunft umzusetzen: Die Trinkwasseraufbereitung wurden auf den neuesten Stand gebracht und alte Rohre ausgetauscht. „Das hätte eh angestanden, wir haben den Baubeginn wegen des Gipfels nur vorgezogen“, bestätigt Sektions-Chef Markus Dorfleitner. In fünf Tagen haben Vereinsmitglieder und Fachfirmen die Anlage nach den Hygiene-Auflagen des Landratsamts modernisiert. Davon profitieren nicht nur die Polizisten, sondern auch die Gäste, die nach dem Gipfel ab Mitte Juni wieder auf der Meilerhütte willkommen sind.

Janine Tokarski

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