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"Eddie the Eagle" erobert das Skistadion

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Von: Tanja Brinkmann

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Promi-Alarm: Hugh Jackman und die Filmcrew am Set in Seefeld. © Olympiaregion Seefeld

Garmisch-Partenkirchen - "Eddie the Eagle" ist Kult. Seine Geschichte wird nun im Kino lebendig. Ein Setbesuch in Garmisch-Partenkirchen.

Dauerwellen, Schnurrbärte, quietschbunte Klamotten, und ein Lokal, das den Charme der 1970er Jahre versprüht: Das Olympia-Skistadion hat einen Zeitsprung hinter sich. Fünf Tage lang diente es als Drehort für die Kinoproduktion „Eddie the Eagle“. 

Nun kann Katrin Maurer ihr Olympiahaus zurückerobern. Drei Wochen lang gab die Inhaberin das Zepter für ihre Gaststätte aus der Hand. Nur während der Zoll-Ski-Wettkämpfe kehrte sie kurz zurück und wurde prompt mit Petra angesprochen. „Erst wusste ich gar nicht, was los war“, erinnert sich Maurer lachend. Die Schilder der Filmproduktion hingen noch und daraus ging hervor, dass sich am "Karl-und-Martin-Neuner-Platz" „Petras Olympiahaus“ befindet.

Hinter Petra steckt übrigens Iris Berben, die Eddie-Darsteller Taron Egerton und Hugh Jackman, der Eddies Trainer Bronson Peary spielt, mit Speisen und Getränken versorgt. Von dem, was in ihren vier Wänden passierte, während internationale Stars, Kameraleute und unzählige Komparsen diese bevölkerten, hat Maurer kaum etwas mitbekommen. Um der Film-Crew freie Bahn zu verschaffen, hat sie die Revision ihrer Eckbauerbahn ebenfalls in diese Zeit gelegt und schickte ihr Personal in den Urlaub.

Umdisponieren war auch beim Skiclub Partenkirchen (SCP) angesagt, der zu Gunsten des Films auf sein Trainingsgelände verzichtete. „Wir haben auch unser Rennbüro und das Clubhaus zur Verfügung gestellt“, sagt SCP-Präsident Michael Maurer. Für das Projekt haben er und die Vereinsmitglieder gerne zurückgesteckt.

An Eddies legendäre Sprünge, der von den anderen Athleten belächelt und von den Zuschauern geliebt wurde, erinnern sich insbesondere die Älteren gerne zurück. Was der Engländer auf sich genommen hat, um seinen Traum von einer Teilnahme an Olympischen Spielen zu verwirklichen, sei absolut unglaublich. „Da ging’s noch allein darum,  dass dabei sein alles ist“, meint Maurer. „Damals war der Sport noch nicht so leistungsorientiert.“

Nach „Schwere Jungs“ mit Sebastian Bezzel, „Chalet Girl“ mit Ed Westwick und Brooke Shields sowie „Big Game“ mit Samuel L. Jackson ist „Eddie the Eagle“ die vierte große Kinoproduktion, die in seinem Heimatort entsteht. „Wir haben mittlerweile einen richtig guten Namen als Filmstandort“, sagt Tourismusdirektor Peter Nagel. Diesen Erfolg führt er auf die gute Zusammenarbeit mit verschiedenen Film- und Fernsehfonds zurück. Positive Rückmeldungen gibt's von David Reid, einem der Eddie-Produzenten um Matthew Vaughn. „Wirklich toll, wie viel Unterstützung wir von der Gemeinde und allen anderen vor Ort bekommen haben“, hebt er hervor. Für ihn und das restliche Team „war es fantastisch, hier zu arbeiten“. Intensiv nennt er die Tage in Oberstdorf, Seefeld und Garmisch-Partenkirchen. Aber genau diese Intensität war nötig, um die Geschichte zu entwickeln.

Tanja Brinkmann

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