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Informationen aus erster Hand: Theo Peter (l.) zeigt CSU-Mitgliedern das neue Wohnviertel.

Dieses Konzept hat schon für viel Gesprächsstoff gesorgt

Apartment-Hotel „quartier“ fällt aus jedem Rahmen

Garmisch-Partenkirchen - Es hat eine bewegte Geschichte: Nun wurde das Apartment-Hotel an der St.-Martin-Straße eröffnet. Die Wohnungen im Neubau-Areal im Krankenhausviertel sind bezogen. Damit wird ein Projekt abgeschlossen, das im Landkreis seinesgleichen sucht. Und nicht findet.

Es ist anders. Mit seinen vier spitzen und asymmetrischen Dächern, den asymmetrischen Fenstern, mit seinem fehlenden Dachüberstand, seinen dunklen Massivholzelementen, dem schnörkellosen, klaren, schlichten Stil. Keine Frage: Das Apartment-Hotel „quartier“ in Garmisch-Partenkirchen fällt aus jedem Rahmen. Und damit war es im Ort schon Gesprächsthema, bevor es überhaupt gebaut wurde. Nun hat das neue Hotel mit seinen 18 Lodges eröffnet. Mit einem Konzept, das ebenfalls so ganz anders daherkommt als andere. Und gleich neben einem Wohnquartier, das es so in Garmisch-Partenkirchen noch nicht gegeben hat. Und über das natürlich auch schon geredet wurde, lange bevor die ersten Familien eingezogen sind.

Dass überhaupt ein Hotel in diesem historischen Viertel im Ortsteil Garmisch gebaut wurde, ist schon bemerkenswert. Denn es konnte nur entstehen, weil die Garmisch-Partenkirchner Hotelpläne abgeschmettert hatten: In einem Bürgerentscheid 2008 entschieden sie sich mehrheitlich gegen ein Nobelhaus zwischen Garten-, Höllental-, St.-Martin- und Klammstraße. Damit stärkten sie dem Verein zum Erhalt der historischen Bau- und Landschaftsstruktur in Garmisch-Partenkirchen (VEHBL) den Rücken, der sich seit Jahren für das Krankenhausviertel einsetzt. 2009 trat Theo Peter auf den Plan und entwickelte für den Verein ein Wohnprojekt. Schritt für Schritt nahm das Konzept, zu dem bald auch das Bio-Apartment-Hotel samt restaurierter Villa Friedheim gehörte, Formen an.

Junge Familien und etwa 30 Kinder leben in Neubaugebiet

Für 5,5 Millionen Euro kaufte die „GAP-Quartiersentwicklungsgesellschaft“, eine Baugemeinschaft mit rund 30 Gesellschaftern und mit Peter als Geschäftsführer, das 9500 Quadratmeter große Areal. 2014 begannen die Bauarbeiten für das Wohnviertel, ein Jahr später jene für das Hotel entlang der St.-Martin-Straße, das auf 1800 Quadratmetern in direkter Nachbarschaft zu den Wohnungen entstand.

Auf die lange und bewegte Geschichte dieses Gebiets ging auch Garmisch-Partenkirchens CSU-Ortsvorsitzender Claus Gefrörer ein. Er hatte im Namen des Ortsverbands Mitglieder und Interessierte zu einem Rundgang durch das Areal eingeladen. Mit Architekt und Projektentwickler Theo Peter sahen sie sich vor Ort um – und zeigten sich angetan.

Mittlerweile sind von den etwa 30 Wohnhäusern die meisten bezogen. Junge Familien und etwa 30 Kinder leben in dem Neubaugebiet. Aber auch die ältere Generation hat Gefrörer zufolge Eigentum erworben. Über einen Gemeinschaftsgarten sind die Nachbarn untereinander verbunden. „Kontakt zwischen Neu und Alt“ wollte Theo Peter schaffen. In den Augen von Gefrörer spiegelt sich diese Idee „sowohl im Wohnkonzept als auch im Design der Gebäude wider“. Peters Ziel: modernen, hochqualitativen Wohnraum schaffen, der sich trotzdem in das Bild der Umgebung einfügt.

Keine Fernseher im Hotel

Ob das Areal dies erfüllt, darüber gehen die Meinungen im Ort auseinander. Unstrittig aber dürfte sein: Peter hat etwas geplant, das der viel zitierten Nachhaltigkeit gerecht wird. Das hob auch Gefrörer nach dem Rundgang hervor: „Energetisch erfüllen die Wohnhäuser sehr hohe Ansprüche“, sagt der CSU-Ortsvorsitzende. Dasselbe gilt für das Hotel. Dazu trägt neben einer Pelletheizung die Dämmung, die natürliche Lüftung und allen voran die Bauweise bei. „Ich will das Material spüren. Haptik ist Leben“, sagt Peter. „Wenn ich ein offenes Material wie etwa Holz habe, bekomme ich automatisch eine bessere Umweltbilanz.“

Um Gesundheit und Erholung zu garantieren, gehen Peter und seine Mitstreiter einen eigenen und strikten Weg. Beispielsweise verzichten sie auf Fernseher im Hotel – „damit das Abschalten im ,quartier‘ leicht fällt“, heißt es in einer Pressemitteilung. Darüber hinaus haben sie sich für den Internetzugang eine besondere Lösung einfallen lassen: An der Rezeption können die Gäste ihre Lodge online oder offline schalten lassen. Die einzelnen Zimmer sind zudem nach eigener Aussage weitgehend gegen den Elektrosmog aus den Nachbarzimmern abgeschirmt.

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