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Noch Brachland: Das Areal rund um den Bahnhof, das Projektentwickler Franz Hummel in den kommenden Jahren bebauen will.

Regelung, was auf Gelände "Bahnhof Ost" entstehen darf

Bahnhofs-Areal: Der nächste Schritt ist getan

Garmisch-Partenkirchen - Was lange währt, wird endlich gut. Die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen und Baulöwe Franz Hummel haben sich auf einen so genannten Städtebaulichen Vertrag geeinigt. 

Die Verhandlungen werden als „hart“ beschrieben. Und beide Parteien waren mit Verstärkung aufmarschiert. Auf der Seite von Garmisch-Partenkirchen saß neben Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) und Bauamtschef Jörg Hahn ein Anwalt aus Stuttgart. Franz Hummel, Geschäftsführer der FH-Holdung, wurde von Prokurist Franz Schamberger und von einem Professor aus München unterstützt, zu dessen Fachgebiet das Vertragsrecht zählt. „Ja, wir haben uns externer Spezialisten bedient“, sagt Meierhofer. Weder die Marktgemeinde noch Hummel wollten Fehler begehen. Für beide Seiten ging’s um viel. Die Entwicklungsflächen an der Lagerhausstraße und am Wannerweg sowie für die „Touristischen Sonderzone“ am Bahnhof sind von großer, wenn nicht gar elementarer Bedeutung. Am Ende war man zufrieden. „Wir haben uns nichts geschenkt“, sagt Meierhofer. „Das Ergebnis ist gut.“ Mit einem Zähneknirschen akzeptierte auch Hummel („Manches bewegte sich an der Grenze des wirtschaftlich Vertretbaren“), was schwarz auf weiß im Städtebaulichen Vertrag „Bahnhof Ost“ steht und den der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung genehmigte. Jetzt müsse nur noch das Landratsamt sein Einverständnis geben, erklärt Meierhofer.

Endgültig alles klar gemacht werden soll in einer Sondersitzung des Kommunalparlaments am 24. August. „Dann können wir hoffentlich loslegen“, sagt Projektentwickler Hummel. Er lobt Meierhofer, die sich persönlich dafür eingesetzt habe, dass etwas vorangeht. Die Rathaus-Chefin macht deutlich, dass für sie dabei allerdings allein das Interesse Garmisch-Partenkirchens im Vordergrund stand. Hummel musste sich verpflichten, als erstes jene Projekte hochzuziehen, die für den Markt wichtig sind: Das Teamresort, die Kletterhalle und Wohnraum, der bezahlbar ist. 200 Single-Apartments sowie 30 Wohnungen für Familien sollen entstehen. Nach derzeitigem Planungsstand hat das Klinikum Garmisch-Partenkirchen bereits Interesse angemeldet, „einen Teil der Komplexe zu erwerben“, sagt Meierhofer. Für das Hostel mit 200 Betten hat Hummel mit dem Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) bereits einen Betreiber gefunden. Die Jugendherberge in Burgrain ist von dem Neubau nicht tangiert. „Sie wird es weiter geben“, sagt er.

Bis die Wohnungen, wo derzeit nur Brachland zu sehen ist, bezogen werden können, wird noch viel Wasser die Loisach hinunter fließen. Hummel sieht sich mindestens ein halbes Jahr hinter dem Zeitplan zurück, der ihm vorgeschwebt war. Er hoffe, einen Tag nach der Gemeinderatsentscheidung den Startschuss geben zu können, „weil wir keine Zeit zu verlieren haben“.

Alle Vorarbeiten sind längst erledigt, die Altlasten entsorgt. Hummel will alles daran setzen, dass heuer noch etwas passiert. Bis der erste Teil, den der Bau-Löwe mit 70 Millionen Euro veranschlagt, steht, wird es seiner Meinung nach bis 2018 dauern.

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