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Viele Flieger, kein WLAN: New York Airport John F Kennedy.

Tagblatt auf US-Tour

Ball(er)Männer (I): WLAN-Virus, Bahn-Chaos und ein toter Drache

Landkreis - München - Oakland. 9500 Kilometer. 34 Stunden. 4 Stops. Zwei Tagblatt-Mitarbeiter auf US-Tour. Gar nicht so einfach, wenn zwei Fluganfänger auf Reise gehen. Hier gibt's den ersten Teil ihrer Kolumne.

Man kann sich heutzutage auf nichts mehr verlassen. Nicht einmal auf die Deutsche Bahn. Jetzt kündigt das Unternehmen schon Verspätungen an, die's gar nicht gibt. Durchsage 20 Minuten vor Frankfurt: "Aufgrund von Leitungsstörungen verzögert sich unsere Weiterfahrt auf unbestimmte Zeit." Unbestimmte Zeit? Schock, Schweißperlen und sogar Stephan reißt es aus dem Tiefschlaf (das muss was heißen). Trotzdem rasselt der ICE nach Frankfurt durch. Was war los? Nix. "Nur so eine Warnung." Guter Start. 

Der Flughafen Frankfurt

Nächster Schock am Schalter. Erster Englisch-Test fällt aus. Das Mädel am Singapur-Airlines-Check-In spricht deutsch - hat aber keine Lust auf uns. "Rückflug?", fragt sie. Haben wir nicht. Brauchen wir aber. Kurz "swoodo" gecheckt. Rückflug gebucht. Für was wochenlange Gedanken davor, wenn's in zehn Minuten geht. 8.30 Uhr morgens startet der große Vogel, also der A380. 11 Uhr (Ortszeit) landet er in New York. Mamas und Papas sitzen auf heißen Kohlen. "Ihr könnt euch ja mal melden, wenn ihr in New York sein", haben sie gesagt. Das war kein Ratschlag, den sie uns auf den Weg mitgegeben haben. Das war ein Befehl! Elternsprache muss man verstehen. Naja, wird schon irgendwo WLAN geben, an einem Ort, an dem tausende Menschen jeden Tag ankommen. Airport WLAN? Fehlanzeige. McDonalds? Nein. Starbucks? Wie, nicht mal die haben was? Dafür schickt uns der Mobilfunk-Anbieter eine SMS: 50 MB für 7 Euro am Tag. Nein danke, da warten die Eltern lieber. 

Washington, Phoenix und Oakland (unsere nächsten drei Stops) machen keine Ausnahme. WLAN hat keiner, eine Klimaanlage aber haben alle Flughäfen. Ganz angenehm, bei 38 Grad in Phoenix. In Oakland bläst das Ding aber bei 15 Grad wie ein kühles Lüftchen von der Bay Area. Verdammt, die Halsgutzel liegen daheim rum. Gestrichen von der Liste mit den wichtigen Sachen. Mit Abendessen um 22.30 Uhr wird's auch nichts mehr. Der "Silver Dragon" - der erste Laden rechts vom Gate mit Cola und Cookies in den Regalen - hat schon geschlossen. Verstehen wir. Bei solchen Temperaturen bleibt dem Drachen das Feuer im Hals stecken!

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Ball(er)Männer: Tagblatt auf US-Tour

Stephan Adelberger

Stephan Adelberger

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