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Lars Bengsch ist Geschäftsführer der dwif Consulting GmbH.

Allmählich drängt die Zeit

Bekommt GaPa-Tourismus nun eine neue Rechtsform?

Garmisch-Partenkirchen - Wenn alles nach Wunsch läuft, soll GaPa-Tourismus ab dem 1. Januar 2017 unter einer neuen Rechtsform laufen. Dazu hat die Gemeinde zwei Gutachten in Auftrag gegeben – eines vom Kommunale Prüfungsverband und eines von einem Consulting-Unternehmen. 

Die Gemeinderäte von Garmisch-Partenkirchen sind jetzt nicht viel schlauer als zuvor. Und das, obwohl in nicht einmal einer halben Stunde eine Menge Zahlen auf sie einprasselten. Sie wissen nun, dass Garmisch-Partenkirchen – was Wunder – zum erheblichen Teil vom Tourismus lebt. „Die Abhängigkeit ist groß“, meinte Lars Bengsch. Doch was die Kommunalpolitiker vom Geschäftsführer der dwif Consulting GmbH wissen wollten, konnte er ihnen nicht sagen. Nämlich unter welcher Rechtsform GaPa-Tourismus in Zukunft arbeiten und am Markt bestehen soll. „Es gibt noch kein Ergebnis“, erklärte Bengsch. „Nicht vor Mitte oder Ende Juni.“ Er selbst beleuchtet vor allem den touristischen Aspekt. Die rechtliche Bewertung nimmt das AnwaltsKontor Schriefers Rechtsanwälte in Düsseldorf vor, das mit dwif zusammenarbeitet.

Das Consulting-Unternehmen ist nicht das einzige, das sich mit GaPa-Tourismus beschäftigt. Auch der Bayerische Kommunale Prüfungsverband (BKPV) ist im Auftrag der Gemeinde dran, die künftige Rechtsform unter die Lupe zu nehmen. Ergebnisoffen. Der BKPV eruiert, was den Tourismus-Experten um die Chefs Peter Nagel und Peter Ries nutzt – und damit auch Garmisch-Partenkirchen. Mit Ergebnissen rechnet Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) ebenfalls in einigen Wochen. Der Prüfungsverband hatte vor kurzem einen Entwurf geschickt, den die Gemeinde mit einigen Anmerkungen versehen zurücksendete. Ein bisschen drängt die Zeit. „Wenn wir bis zum 1. Januar 2017 alles über die Bühne gebracht haben wollen, dann müssen wir uns beeilen“, sagt Meierhofer, die daran glaubt, das die BKPV-Endfassung Ende Mai eintrudeln wird. Deshalb hat die Rathaus-Chefin für den 1. Juni noch eine außerplanmäßige Sitzung des Gemeinderats terminiert. Und auch während der regulären Zusammenkunft am 22. Juni wird GaPa-Tourismus erneut ein Thema sein.

Obwohl die Touristiker noch zu den Abteilungen des Rathauses zählen, als Amt 80 firmieren und an die Verwaltungsstruktur gebunden sind, leisten sie ausgezeichnete Arbeit – bestätigt Lars Bengsch. Und das obwohl GaPa-Tourismus mit einem Etat von 5,5 Millionen Euro Bengsch zufolge im Vergleich mit kommunalen Eigenbetrieben, GmbH oder Ämtern ähnlichen Zuschnitts „eher unterdurchschnittlich finanziert ist“ und mit 35 Vollzeitstellen auch über weniger Personal verfügt, „und mit diesen Beschäftigten mehr leisten muss“. Die Angestelten von GaPa-Tourismus, die auf der Galerie saßen, wird dieses Lob gefreut haben.

Wie denn die Bereitschaft bei den Angestellten von GaPa-Tourismus ausgeprägt sei, den Wechsel mitzugehen, wollte CSU-Fraktionsvorsitzende Elisabeth Koch von Bengsch wissen. „Bei den Abteilungsleitern ist der Wille zu spüren“, lautete seine Einschätzung. Noch besser sehe es bei den Chefs aus. „Sie wollen noch mehr rausholen.“

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