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Nach der Erdbeben-Katastrophe

Benefizkonzert für Ecuador

Garmisch-Partenkirchen - Es war vielseitig, hat jede Menge Spaß gemacht – und das auch noch für einen guten Zweck. Das Benefizkonzert der St.-Irmengard-Schülerinnen erwies sich einmal mehr als gelungen. Dabei kamen 2000 Euro zusammen.

Abwechslungsreicher hätte ein Gesangsabend nicht sein können. Beim traditionellen Benefizkonzert des St.-Irmengard-Gymnasiums in Garmisch-Partenkirchen legten die Schülerinnen der sechsten bis elften Klassen ein fulminantes Bühnenprogramm hin, das von französischen Chansons bis zu Klassik, von Pop bis zur bayerischen Seitenmusik oder traditionell afrikanischem Gesang reichte. Mit viel Können und Kreativität begeisterten sie ihre Zuhörer und feierten gleichzeitig die bereits zehnte Auflage dieses Konzertes. Anlass der diesjährigen Benefizveranstaltung war die Erdbebenkatastrophe in Ecuador, bei der über 600 Menschen ihr Leben lassen mussten. Die ehemalige Irmengard-Schülerin Pia Jocher befindet sich gerade im Land und nimmt beim Freiwilligendienst der Erzdiözese München und Freising teil. Als sie das Unglück vor Ort miterleben musste, wandte sie sich kurzerhand an ihre ehemalige Schule. „Wir haben vor ein paar Wochen eine dramatische E-Mail von Pia erhalten, in der sie uns die Lage in Otovalo geschildert hat“, berichteten Rektor Otmar Würl bei einem Vortrag. „Da war uns klar, dass wir Hilfe leisten müssen.“ Mit 2000 Euro Erlös aus dem Benefizkonzert ist das nun möglich. Bei dieser Mission mitgeholfen haben die Schülerinnen des Gymnasiums mit viel Engagement und Kreativität. Ob allein, zu dritt oder in Klassenkombos – jede einzelne Darbietungen ein voller Erfolg. Besonders charmant war zum Beispiel der Auftritt der 7a, die Ray Charles „Hit the Road Jack“ mit viel Humor und schauspielerischem Talent interpretierten. Einige Mädchen verkleideten sich bei der Darbietung als treulose Ehemänner, die von ihren Ehefrauen zurechtgewiesen wurden. Die Klassencombo der 6a punktete mit einer süßen Interpretation des Schlafliedes Turaluralu, mit dem die Mädchen im Schlafanzug auf der Bühne standen. Ein politisches Statement gegen den Krieg setzten hingegen die Mädchen der 10a mit dem Song „Hero of War“ von der Band Rise Against. Wiederum mit Soloauftritten begeistert haben Antonia Wiedemann und Sabrina Grimmwood am Klavier. Wiedemann präsentierte eine beeindruckend-virtuose Eigenkomposition, Grimmwood sang und spielte mit viel Können Adeles „Make you feel my love“. Die Gesangskünste der Mädchen immer wieder mit Gitarre und Gesang begleitet hat Lehrer und Studiendirektor Bernhard Klopfer, der ebenso engagiert bei der Sache war wie die jungen Künstlerinnen. Klopfer hatte die Veranstaltung vor zehn Jahren ins Leben gerufen und wurde von Rektor Würl, dem bei den Benefizkonzerten „immer das Herz aufgeht“, und den zwei ehemaligen Schülerinnen Judith Rathmann und Johanna Buchwieser geehrt. Sichtlich gerührt wandte er sich Klopfer an seine Schülerinnen: „Ich finde es immer wieder toll, wie Ihr Euch mit Vollgas einbringt. Ohne Euer Engagement würde es Abende wie dieses nicht geben.

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