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Ortsbus in Garmisch-Partenkirchen.

Erster Schritt zum Verkehrskonzept für Garmisch-Partenkirchen

Bordcomputer für die Ortsbusse

Garmisch-Partenkirchen - Die Strecken, die die Busse in Garmisch-Partenkirchen nehmen, standen schon mehrfach im Fokus. Aus Mangel an verwertbaren Daten konnte bislang aber kein Konzept erstellt werden, das Haltestellen, Linien und vieles mehr einbezieht. Durch die Bordcoumputer soll sich das ändern.

Sie verkehren schon seit vielen Jahrzehnten zuverlässig kreuz und quer durch den Ort, erstens auf der langen Linie zwischen Klinikum und Kreuzeckbahn und zweitens im Rundverkehr über Partenkirchen und Garmisch nach Burgrain und Farchant: die elf Ortsbusse der Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen. Sieben davon sind ständig unterwegs auf diesen zwei Strecken. Doch rundherum zufrieden sind die Bürger nicht mit diesem Angebot. Sie möchten mehr Haltestellen und oft auch einen kürzeren Takt, sie finden zuwenig Rollstuhlplätze in den Bussen und überhaupt seien die großen Fahrzeuge oft unpünktlich. Einer, der tagtäglich mit all diesen Problem zu kämpfen hat, stellte sich jetzt beim Stammtisch der Freien Wähler im Schützenhaus den Fragen der Mitglieder und Gäste: Jürgen Winter ist als stellvertretender Leiter der Gemeindewerke auch für den örtlichen Busverkehr zuständig.

Für Anfang 2017 kündigte er gleich ein paar wichtige Neuerungen an: Bereits im März sollen die elf Busse mit Bordcomputern samt GPS-Ortungssystem ausgestattet werden, auf dass man über das rechnergestützte Leitsystem in der Zentrale ständig weiß, wo welches Fahrzeug grad unterwegs ist. „Sieben Jahre haben wir darauf hingearbeitet“, sagte Winter. „Erst mit dieser Anlage bekommen wir endlich einmal Zahlen, damit wir wissen, wie viele Leute wann und wo ein- und aussteigen.“ Vor der Erstellung eines Verkehrskonzepts gelte es herauszufinden, welche Haltestelle wie stark frequentiert ist und wo wie viele Leute hinfahren wollen. Das zu ermitteln, war bisher nur sehr ungenügend möglich. „In zwei Jahren, denke ich, kann man dann mit digitalisierten Fahrkarten genau verfolgen, wie sich die Gäste bewegen und wer wohin will.“

Möglicherweise schon im kommenden Sommer soll auch eine weitere entscheidende Verbesserung geschaffen werden, nämlich ein Taktfahrplan, der es gewährleiste, dass alle 25 Minuten oder jede halbe Stunde sehr viel pünktlicher als bisher der Bus an der jeweiligen Haltestelle ankommt. „Takt bedeutet regelmäßige Zeiten, auf die sich der Gast verlassen kann“, betonte Winter. Die Anregung einer Frau, man müsse doch auch mehr Haltestellen schaffen, beispielsweise an der Caritas, beim Finanzamt oder in der Breitenau, beantwortete er dann jedoch eher vorsichtig: Zum einen dauere es bis zu drei Jahre, ehe sich die Leute an neue Haltestellen gewöhnten, zum anderen wisse man im Voraus nie, ob jene Leute, die zur Caritas oder zum Finanzamt wollten, wirklich den Bus benützen würden.

Die drei Gemeinderäte der Freien Wähler beteiligten sich natürlich ebenfalls stark an der anschließenden Diskussion: Josef Angelbauer beispielsweise regte ein verbessertes Fahrgast-Informationssystem an, das ja schon zwischen Bahn und RVO-Bussen läuft, jedoch bislang ohne Beteiligung der Ortsbuslinie. Peppi Braun, selbst Busfahrer, befand die neue Haltestelle in Burgrain als sehr gut. Allerdings erklärte er, dass die nachfolgenden Autofahrer statt hinterm Bus zu warten, lieber einen illegalen Umweg um den Mittelstreifen in Kauf nähmen, nur um ja den Bus überholen zu können. Fraktionsvorsitzender Florian Möckl regte an, neue Busse mit mehr Plätzen für Rollstühle oder Kinderwagen auszustatten. Damit stieß er bei Winter auf offene Ohren: „Ich möchte gern, dass wir künftig in den Bussen zwei Rollstuhlplätze haben, dafür werden wir sorgen.“ Im übrigen wies er darauf hin, dass irgendwann in mehreren Jahren auch das autonome Fahren komme und damit möglicherweise ebenfalls interessante Entwicklungen im Busverkehr, die es abzuwarten gelte.

Wolfgang Kaiser

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