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Freuen sich auf den Umzug: (v. l.) Wirtschaftsförderer Oliver Steinbach, Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer und die EGO-Geschäftsführer Ewald, Stephanie sowie Petra Goldmann vor dem umgebauten Bürogebäude.

Bürgermeisterin glücklich über Verlagerung

Firma in Kaltenbrunn: Internetverbindung noch suboptimal

Garmisch-Partenkirchen - Im Vorfeld des G7-Gipfels lernten sich Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer und Ewald Goldmann kennen. Ihr Thema damals: der enge Sicherheitskreis um Schloss Elmau, in dem auch die EGO Dichtstoffwerke lagen. Und der Firmenchef kündigte da schon an, seinen Hauptsitz nach Kaltenbrunn zu verlegen. Das wird jetzt Realität.

Die Büroräume sind frisch renoviert, das Labor ist eingerichtet – dem Umzug der EGO Dichtstoffwerke von Gilching nach Kaltenbrunn steht eigentlich nichts mehr im Weg. „Den heikelsten Punkt haben wir aber noch vor uns“, betont Ewald Goldmann, Geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, das seinen Kreide-Steinbruch in Kaltenbrunn zur Kitt- sowie Butyl-Herstellung nutzt und zudem Silicone produziert. Damit spielt er auf die Verlagerung der EDV aus dem Landkreis Starnberg nach Garmisch-Partenkirchen an. „Davor scheue ich mich noch.“ Nicht ohne Grund, die Internetverbindung in Kaltenbrunn ist nämlich längst nicht optimal und entspricht insbesondere nicht den Anforderungen eines weltweit operierenden Unternehmens, das 90 bis 100 Mitarbeiter beschäftigt.

Ein Dilemma, das Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) gleich in ihrem schwarzen Notizbuch festhielt. Und versprach, sich mit Vertretern der Telekom in Verbindung zu setzen. Dafür, dass die Dichtstoffwerke, die im kommenden Jahr ihr 70-jähriges Bestehen feiern, an die Quelle ihres Erfolgs zurückziehen, engagieren sich die Rathaus-Chefin und Wirtschaftsförderer Oliver Steinbach sehr. Kein Wunder, dass Meierhofer ihren Besuch in Kaltenbrunn „sehr erfreulich“ nannte. Goldmann, der das Unternehmen mit seinen Töchtern Stephanie und Petra leitet, halte damit sein Versprechen, sagt die Bürgermeisterin. Beim ersten Kennenlernen im Vorfeld des G7-Gipfels, bei dem die Kaltenbrunner Produktionsstätte samt Kreidesteinbruch zum engen Sicherheitskreis um Schloss Elmau gehörte, hatte der Münchner seine Umzugspläne bereits angedeutet. Nachdem er das Ganze aber sozialverträglich gestalten wollte, wartete er einen Generationswechsel im Unternehmen ab und realisiert die Verlagerung des Hauptsitzes erst heuer.

Ein weiterer Punkt, der Goldmann unter den Nägeln brennt, ist die Energieversorgung seines künftigen Hauptsitzes in Kaltenbrunn. Die Idee, ein Blockheizkraftwerk auf eigenem Grund zu bauen, legte er vorerst wieder ad acta. Zu hoch waren bislang die Kosten für den Anschluss. Auch dieses Themas will sich Meierhofer annehmen. Goldmanns Anliegen kann sie nämlich absolut nachvollziehen. Er will seine Öko-Bilanz verbessern, der die unzähligen Kilometer, die seine Lkw auf den Straßen zurücklegen – „wir sind hier fast am südlichsten Zipfel Deutschlands“ –, schaden. „Deshalb würde ich gerne erneuerbare Energien nutzen“, sagt der 61-Jährige. Noch hat er diese Idee nicht ganz verworfen und hofft, dass sich dafür genau wie für die Internetverbindung eine Lösung findet.

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