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War am Sonntag mehr als heiß begehrt: der Eibsee. 

Zugspitzbad aus Sicherheitsgründen geschlossen

Perfektes Badewetter führt zu Verkehrschaos

Grainau - Die Hitze und ihre Folgen: Zahlreiche Menschen wollten am Sonntag das schöne Wetter am Eibsee genießen. Doch die Parkplätze reichten nicht. Das war manchen aber egal. 

Ein freier Tag, hochsommerliche Temperaturen bis über 30 Grad – da lockt ein kühles Bad. Kein Wunder, dass an den Seen und Freibädern im Landkreis am Sonntag Hochkonjunktur herrschte. Nur in einem Ort war die Erfrischung so nah und doch so fern. Statt der 800 bis 1000 Besucher, die erfahrungsgemäß an einem heißen Tag ins Zugspitzbad in Grainau strömen, standen sie diesmal vor verschlossenen Türen. Beschwerden blieben nicht aus. Gerüchten zufolge konnte das Bad nicht geöffnet werden, weil drei Bademeister – gleichzeitig Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr – angesichts des 125-Gründungsbestehens des Vereins verhindert waren.

„So ein Schmarrn“, sagt Stephan Märkl (CSU). Die verärgerten Badegäste kann der Bürgermeister dennoch verstehen. Der Hitzetag und das Jubiläumsfest sind „blöd zusammengefallen“. Allerdings ist es das übliche Prozedere, das Bad bei Veranstaltungen wie dieser zu schließen. Eine reine Sicherheitsvorkehrung.

Angesichts der Feierlichkeiten im Ort war dies die einzige Möglichkeit, die Parkplatzsituation zu regeln. Die Stellflächen des Bads liegen neben dem Musikpavillon. Bereits in der Früh sei dort viel von den Festgästen blockiert gewesen, schildert der Rathauschef. Die Gemeinde veranlasste die Schließung aus Vorsicht. „Ich will nicht schuld sein, wenn der Krankenwagen nicht mehr durchkommt“, betont er.

Das Verkehrschaos, das am Sonntag am Eibsee ausgebrochen ist, bestätigt Märkl in seinem Vorgehen. Massen an Autos waren im Bereich der Parkplätze unterwegs. Bereits gegen 11 Uhr war alles dicht. Das hinderte einige allerdings nicht, in dem klaren Bergsee zu planschen. Statt umzukehren und sich ein anderes Badeplatzerl zu suchen, stellten sie ihren Wagen eben in einem anderen – unerlaubten – Bereich ab.

Wie die Polizei mitteilt, gab es in den Nachmittagsstunden im Bereich der Eibseestraße von der Dreifaltigkeitskurve bis hoch zum Eibsee zahlreiche massive Verstöße. Die Fahrbahn verwandelte sich in einen Ersatz-Parkplatz. Das führte sogar soweit, dass der regelmäßig verkehrende Buspendelverkehr streckenweise fast zum Erliegen kam und die Beamten der Garmisch-Partenkirchner Inspektion um Hilfe gerufen werden mussten. Sie sprachen insgesamt 80 Verwarnungen aus.

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