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Friedlicher Protest im Camp der Gipfel-Gegner.

Großes Wiedersehen auf der Camp-Fläche der Demonstranten?

G7-Revival-Party im Gespräch

Garmisch-Partenkirchen - Ein Jahr nach dem G7-Gipfel in Schloss Elmau denkt Bernhard Raubal, der den Gegner seine Wiese für ihr Camp überlassen hatte, über ein Fest nach. Einige Gipfelgegner „wären sofort dabei“.

Die unangepassten Menschen. Die aufstehen für ihre Überzeugungen. Und die sich dabei nicht um die Meinung anderer scheren: Die gefallen Bernhard Raubal. Einige dieser Menschen hat er vor einem Jahr kennen gelernt. Denn die Männer und Frauen, die während des G7-Gipfels am 7. und 8. Juni 2015 auf seiner Wiese in Garmisch-Partenkirchen ihr Protestcamp eingerichtet haben, entsprechen genau dem Menschenschlag, der dem 50-Jährigen ein Stück weit imponiert. „Weil die noch etwas bewegen wollen.“ Im friedlichen Protest aufbegehren. Diesen Geist der Gipfelgegner möchte Raubal nun zurückholen: Am liebsten würde er ein „G7-Revival-Fest“ feiern. Natürlich an dem Ort, der selbst zu einem Zeichen des Aufbegehrens gegen Obrigkeiten geworden ist.

Gegen alle Bedenken und Kritik von Seiten der Politik, der Polizei und auch einiger Bürger hatte Raubal den Demonstranten das 7000 Quadratmeter große Areal im Martinswinkel als Übernachtungsplatz zur Verfügung gestellt. Für diese „Zivilcourage“ und seinen „Beitrag zur Stärkung des Demonstrationsrechts“ verleiht ihm die Humanistische Union München-Südbayern die Auszeichnung „Aufrechter Gang“. Die Laudatio hält der damalige Camp-Organisator York Runte.

Tritt Hans Söllner auf?

Nicht nur mit ihm ist Raubal seit dem Gipfel in Kontakt geblieben. Auch andere hat er über seine Party-Idee informiert. Benjamin Ruß etwa, Sprecher des Aktionsbündnisses „Stop G7 Elmau“, oder Reporter der linken Tageszeitung „Junge Welt“. „Die wären alle sofort dabei.“ Bereits im vergangenen Jahr hat sich Raubal zudem mit Hans Söllner, seinem „Spezl aus Bad Reichenhall“, über seine Pläne ausgetauscht. Schließlich könnte der streitbare Liedermacher während des Festes auftreten. Von dieser Idee aber ist Raubal wieder abgekommen. Söllner „ist ja politisch schon eher ein Rebell. Ich weiß nicht, ob das so gut für mich wäre“.

Eine berechtigte Frage, hat sich Söllner doch im Landkreis und vor allem im Isartal nicht nur Freunde gemacht mit seiner scharfen Kritik am Gipfel, seinen Teilnehmern und Befürwortern. Die Reaktionen auf seine mitunter beleidigenden Facebook-Einträge aber zeigten auch: Viele Leser stimmten ihm zu.

Noch keine genauen Pläne

Also doch Hans Söllner auf der G7-Revival-Bühne? Raubal winkt ab. Er habe aus den Gesprächen beziehungsweise E-Mails herausgehört, dass der Musiker „nicht mehr so oft spielen will“. Daher hat der Garmisch-Partenkirchner nach eigener Aussage mögliche alternative Gruppen aufgetan. Wenn es überhaupt eine G7-Revival-Party gibt. Aktuell sind’s nur Gedankenspiele.

Raubal hatte „noch keine Zeit, alles näher zu organisieren“, weshalb er sich auch noch nicht bei der Gemeinde um eine Genehmigung für das Fest bemüht hat. Aber: Er bleibt dran. Weil er die Menschen gerne wiedersehen würde, die ihm so imponierten.

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