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Alpenländisch, rustikal: Im „Suppenkar“ warten auf die Gäste verschiedene Suppengerichte - vom Eintopf bis zur veganen Variante.

Bayerische Zugspitzbahn investiert kräftig

Gastronomische Gipfel-Offensive auf der Zugspitze

Garmisch-Partenkirchen - Der Besucher auf der Zugspitze soll nicht nur vom Panorama begeistert sein. Auch schmecken soll’s ihm. Dafür hat die Bayerische Zugspitzbahn kräftig investiert.

Eine neue Bahn allein? Das reicht der Bayerischen Zugspitzbahn nicht. Sie will die große Lösung. Zu einer hochmodernen, 50-Millionen-Euro-Superlativ-Bahn gehört demnach ein anständiges Angebot an Essen, Trinken und Möglichkeiten, sich hinzusetzen, auszuruhen, die Aussicht zu genießen. Deshalb investiert das Unternehmen in die Gastronomie. Das bedeutet aber zunächst Einschnitte: Zwischen 3. April 2017, wenn die alte Eibsee-Seilbahn ihren Betrieb einstellt, und Herbst 2018 bekommen Kunden auf dem Gipfel nur einen kleinen Snack. Einkehren müssen sie in dieser Zeit auf dem Zugspitzplatt. Dort erwartet sie ab sofort ein neues Angebot.

Am 21. Dezember 2017 soll die neue Seilbahn Zugspitze in Betrieb gehen. Der Zugspitzgipfel aber wird noch einige Monate eine Baustelle bleiben. „Wir bauen die Gastronomie dort oben komplett um“, sagt Marketingleiter Klaus Schanda. Das bedeutet: Das „Panorama 2962“ wird um einen neuen Restaurantbereich für Individualgäste erweitert, der alte bleibt für Gruppen und Veranstaltungen. Ebenfalls neu entsteht ein Counter- und Selbstbedienungsbereich: Im „Seeblick“ werden die Kunden mit regionalen Schmankerln versorgt. Gemütlichkeit und Service stehen in der neuen Gipfelstube im Zentrum. Die Gipfelalm fällt dafür weg. Wie viel sich das Unternehmen diesen Um- und Neubau kosten lässt, dazu gibt Schanda keine Auskunft. Nur, dass man damit die Kapazität verdoppelt. Diese spielt im Rahmen des Seilbahn-Projekts natürlich eine Rolle, auch wenn die Verantwortlichen um Vorstand Peter Huber immer den Komfort der Gäste – bis zu zweieinhalb Stunden Wartezeit empfindet er als nicht akzeptabel – ins Zentrum rücken.

40 Passagiere passen bislang in eine Kabine, 120 in die neue. Zehn Prozent mehr Besucher haben die Vorstände als Ziel ausgegeben. Blind vollstopfen wollen sie den Gipfel nicht. Bislang gaben die Mitarbeiter bei etwa 3500 Zugspitz-Gästen keine Fahrkarten mehr aus. Künftig soll bei 5000 verkauften Tickets Schluss sein. Diese Besucher wollen versorgt werden.

Nicht nur auf dem Gipfel investiert die BZB daher in die Gastronomie: Mit Start in die Skisaison am Freitag hat auf dem Zugspitzplatt das „Suppenkar“ geöffnet. Dort bietet das Team täglich sechs verschiedene Suppengerichte an, vom Eintopf bis zu exotischen Varianten, vegan sowie vegetarisch. 50 Gäste finden in dem neuen Restaurant Platz, in dem sie ein „Gefühl für das Leben früher“ bekommen, sagt Schanda.

Alte Schilder sowie historische Archivbilder hängen an den mit Holz verkleideten Wänden, nebenbei laufen Schwarz-Weiß-Filme vom Bau der Zahnrad- und Eibsee-Seilbahn. Einen niedrigen sechsstelligen Betrag hat die BZB laut Schanda in das Suppenkar investiert. Auf dem Platt können Gäste damit ab sofort im Sonnalpin, im Gletschergarten oder eben in der Suppenküche einkehren.

Die Gastronomie hat sich längst zu einem unverzichtbaren Standbein des Unternehmens entwickelt. 5,8 Millionen Euro Umsatz machte es damit im Geschäftsjahr 2015/16. Dazu tragen neben den Zugspitz-Restaurants die Cafébar Kandahar 2 an der Talstation der Kreuzeckbahn bei sowie, seit diesem Sommer, die Sonnenalm am Wank. Zwischen 2003 und 2015 war diese verpachtet, seit diesem Sommer betreibt sie die BZB wieder selbst. Das gilt seit Winter 2013/14 auch für die Drehmöser 9 am Hausberg, die das Bahnunternehmen für einen niedrigen siebenstelligen Betrag gekauft hatte. 

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