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Große Spende: (v.l.) Katharina Dorfleitner, Markus Dorfleitner, Martina Betz, Wasti Buchwieser, Christoph Pampusch, Georg Fink, Eberhard Steinert und Wolfgang Bauer.

Vision von Michael Dorfleitner kann wahr werden

Geldsegen für die Alpenvereins-Sektion

Garmisch-Partenkirchen - Es ist das Ende eines langen Weges: Der Kletterhallen-Verein löst sich auf und spendet sen Vermögen von 37 000 Euro der Alpenvereins-Sektion. 

Für Martina Betz, Markus Dorfleitner und Katharina Dorfleitner ist es ein besonderer Moment. Ein Moment des Loslassens. Seit 13 Jahren kämpfen Sohn, Tochter und Ehefrau dafür, dass der Traum ihres Vaters und Ehemannes Michael Dorfleitner, der 2002 bei einem tragischen Kletter-Unfall in Tirol ums Leben kam, Wirklichkeit wird: den Bau einer Kletterhalle in Garmisch-Partenkirchen. Gemeinsam mit Freunden hatten sie 2003 aus diesem Grund den Michael Dorfleitner Kletterhallen-Verein gegründet, um dem Ziel näher zu kommen. Nun stehen sie am Ende dieses langen Wegs. Nach über einem Jahrzehnt wurde der Verein nun einstimmig von den Mitgliedern aufgelöst. Mit dem geplanten Bau einer Kletterhalle in Garmisch-Partenkirchen durch den Investor Franz Hummel habe sich der Zweck erfüllt. Die Alpenvereinssektion Garmisch-Partenkirchen erhielt nun das 37 000 Euro große Vermögen des Vereins.

Die Spenden-Übergabe fand bei der letzten Sitzung des Verbandes im Partenkirchner Gasthof Schatten statt. Mit dabei waren unter anderem die Vereinsmitglieder Georg Fink (Vorstand der Sparkasse Garmisch-Partenkirchen) und der Zweite Bürgermeister Wolfgang Bauer (CSU). „Ich wünsche mir, dass mit der Kletterhalle, die Herr Hummel bauen will, alles gut läuft“, sagte Markus Dorfleitner. „Denn die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt.“

Dass diese zwar nicht gestorben, des öfteren aber in den vergangenen Jahren enttäuscht wurde, machte der Garmisch-Partenkirchner in seinem Vortrag deutlich, in dem er einen kleinen Rückblick auf die Entstehung des Vereins und dessen Erfahrungen in den vergangenen 13 Jahren gab. Er rief in Erinnerung, dass die Realisierung des Projektes nicht immer ganz einfach war. So scheiterten die Bauvorhaben einer Kletterhalle im Alpspitz-Wellenbad, im Kainzenbad oder auch am Wankparkplatz. Entweder waren es finanzielle oder bürokratische Hürden, die sich dem Verein in den Weg gestellt haben. Im Nachhinein hätte sich Dorfleitner mehr Rückhalt von der Gemeinde gewünscht. Immerhin habe auch der verstorbene Bürgermeister Toni Neidlinger (CSU) die Vision seines Vaters von Anfang an unterstützt. Bei der Beerdigung des Alt-Bürgermeisters, bat dessen Familie statt Kränze für das Grab sogar um Spenden für den Kletterhallenverein.

Trotz der Schwierigkeiten habe sich Dorfleitner nie unterkriegen lassen, versicherten Schwester und Mutter. „Vor allem Markus hat das Ziel nie aus den Augen verloren“, sagte Katharina Dorfleitner anerkennend. „Ich sehe den Bau der Halle durch Herrn Hummel als Belohnung für die vielen Mühen“, ergänzte Betz. „Wir hoffen, dass es mit der Förderung des Klettersportes im Ort vorangeht. So wie sich dass unser Vater gewünscht hat.“

Mit der großzügigen Spende des Vereins will die Alpenvereins Sektion Garmisch-Partenkirchen genau dies tun – im besten Falle als Betreiber der neuen Kletterhalle. Für ein spezielles Projekt sei das Geld noch nicht vorgesehen, sagte Architekt, Kletterhallenvereinsvorsitzender und Alpensektionsmitglied Eberhard Steinert. „Eventuell werden wir das Geld nicht gleich im Ganzen, sondern nach und nach investieren. In jedem Fall wird es der Förderung des Klettersports zugute kommen.“

Magdalena Kratzer

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