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Auf gutes Gelingen: Michael Schuldes (Bürgerstiftung), Architekt Eberhard Steinert, Harald Kühn, Alfred Heinle, Christian Stüwe, Bezirksrat Thomas Schwarzenberger, Max Reichelt, Anton Speer und Dr. Sigrid Meierhofer beim Spatenstich.

Die Krönung eines Lebenswerks

KJE: Neues Zuhause für 24 Menschen mit Handicap

Garmisch-Partenkirchen - Für 3,6 Millionen Euro baut die Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe an der Garmisch-Partenkirchner Dompfaffstraße ein Haus, in dem 24 Erwachsene mit Behinderung betreut werden. Eröffnung soll im Februar 2018 sein. Tagblatt-Leser haben durch ihre Spenden mitgeholfen, dass das Projekt realisiert werden kann.

Der Mann ist schon zu Lebzeiten so etwas wie eine Legende. Alfred Heinle, Vorsitzender der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe (KJE) in Garmisch-Partenkirchen, hat sein Schaffen der Hilfe von Behinderten und Benachteiligten gewidmet. Dafür hat man ihn häufig belobigt und mehrfach ausgezeichnet. Den gestrigen Spatenstich für das neue Wohnheim für Behinderte an der Dompfaffstraße nannte Landrat Anton Speer (Freie Wähler) einen „weiteren Meilenstein“ in Heinles Arbeit und die „Krönung seines Lebenswerks“. Dass der 81-Jährige „Mister KJE“ ist, stellte auch Landtagsabgeordneter Harald Kühn (CSU) heraus. „Er ist der Motor.“ In seiner Zeit als Chef hat Heinle, der für die SPD im Gemeinderat von Garmisch-Partenkirchen sitzt, für die Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe 8 Einrichtungen geschaffen, in denen mittlerweile fast 500 Menschen mit Handicap betreut werden.

24 im Erwachsenenalter finden in Zukunft in dem Gebäude an der Dompfaffstraße, in der unmittelbaren Nähe befinden sich die Caritas-Geschäftsstelle und die Werdenfelser Werkstätten, ein neues Zuhause. 8 Plätze werden mit Bewohnern des Hauses an der Kanker belegt, das den von der Heimaufsicht geforderten Standards nicht mehr entspricht und das aufgegeben wird. Auf den Umzug freuen sich bereits heute Christian Stüwe und Mitbewohner Max Reichelt, die am Spatenstich teilnahmen. „Ich bin jetzt schon ganz aufgeregt“, sagte Stüwe. Im Februar 2018 soll das Haus Heinle zufolge bezugsfertig sein. „Das wird eine Einrichtung sein, um die uns viele beneiden“, meinte Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD).

Dass der Zeitplan eingehalten wird, liegt mit an den Behörden. „Ihre Zusagen kamen schneller als erwartet“, lobt Heinle. Auch die finanziellen. 3,6 Millionen Euro kostet das Vorhaben. 2,5 Millionen Euro schießt der Freistaat Bayern zu, 800 000 Euro beträgt der Eigenanteil der KJE. 69 528 Euro stammen vom Garmisch-Partenkirchner/Murnauer Tagblatt und seinen Lesern. Die Bürgerstiftung Mehrwert erhöhte die Summe auf 80 000 Euro. Im Rahmen der Weihnachtsaktion sammelte die Heimatzeitung Geld, um für Behinderte aus dem ganzen Landkreis optimale Lebensbedingungen zu schaffen. „Zeitung und Bevölkerung haben unsere Arbeit von Anfang an unterstützt“, erinnert sich Heinle. „Ohne dieses Engagement würden wir nicht so hervorragend dastehen.“ Neben dem Neubau der Werdenfelser Werkstätten denkt er dabei an den Integrations-Kindergarten – beides Projekte, die maßgeblich von Tagblatt-Lesern mitgetragen wurden. „Ich hoffe, dass die Bürger weiterhin so großartig hinter uns stehen“, sagte Heinle. Und er lieferte ein Bonmont: „Wer nicht weiß, wohin mit seinem Geld, die KJE kann es gebrauchen. Diese Einrichtung wird nicht die letzte sein, die wir bauen.“

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