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Grit Fugmann fühlt sich wohl bei der Kreissparkasse.

Derzeit keine Filialschließungen geplant

Kreissparkasse auf Optimierungskurs

Garmisch-Partenkirchen - Die Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen ist im großen Finanzmarkt ein ziemlich kleines Licht. Im Kampf, um trotzdem bestehen zu können, verfügt das Geldinstitut seit diesem Monat über einen neuen Mitstreiter: Grit Fugmann hat ihr Vorstandsbüro bezogen.

Meißen an der sächsischen Weinstraße – eine Stadt, die für ihre Porzellanmanufaktur weltberühmt ist, und eine Stadt, die traumhaft schön an der Elbe liegt. Ihr hat Grit Fugmann nun den Rücken gekehrt. „Um in einen noch schöneren Teil Deutschlands zu ziehen“, sagt die 45-Jährige. Nachdem sie bereits einige Wochen vor ihrem Start in der Vorstandsetage der Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen umgezogen ist, konnte sie schon einiges erkunden. „Die Natur ist einmalig.“

Ihre Erkundungen der neuen Heimat, in der sie und ihre Familie seit Mai leben, steht derzeit aber hinten an. Fugmanns Fokus richtet sich auf ihre neuen Aufgaben und darauf, die 288 Mitarbeiter und die Kunden kennenzulernen. In viele Abläufe haben Georg Fink, für den sie eingestellt wurde, und Peter Lingg, der von Fink den Vorstandsvorsitz übernahm, die Sächsin bereits einbezogen. Auch in die geplante Fusion mit der Kreissparkasse Schongau und der Vereinigten Sparkasse Weilheim hatten sie sie involviert. Für Fugmann war’s ein Glück, dass diese nicht zustandekam, schließlich wäre sie sonst nicht eingestellt worden.

„Der gute Austausch in dieser Phase hat uns zusammengeschweißt“, betont Lingg. Und führt jetzt dazu, dass das Vorstands-Duo am eingeschlagenen Weg festhält. Die Rahmenbedingungen bleiben schwierig für ein Geldinstitut seiner Größenordnung (1,2 Milliarden Bilanzsumme). Die Niedrigzinsphase, die Digitalisierung – „die Kunden nutzen unsere Angebote anders“ – und die zunehmende Regulierung durch Bund und EU, die zu den Überbelegungen geführt hatten, sich zu einem größeren Organ zusammenzuschließen, bestehen weiterhin. „Aber wir haben den klaren Auftrag, unsere Kreissparkasse so zu optimieren, dass wir auch dem Markt bestehen können“, sagt Lingg. Ein erster Schritt in punkto Optimierung waren Filialschließungen – zum 1. Juli betreibt das Haus zehn Geschäftsstellen, sechs Selbstbedienungsstandorte in eigener Regie und drei gemeinsam mit der VR-Bank Werdenfels. Ein weiterer Schritt waren Einsparungen auf der Führungsebene. „Wir haben die Bereichs- und die Abteilungsleiterebene zusammengefasst“, erklärt der 53-Jährige. Somit wurden aus 19 nur mehr 14 Stellen.

Es ist ein laufender Prozess, dem sich er, Fugmann und ihr Team stellen. Alles steht ständig auf dem Prüfstand. Filialschließungen stünden aktuell keine an, versichert Linng. Um den Kunden entgegenzukommen, „bieten wir flexible Beratungen an und haben das Telefon-Servicecenter verstärkt“. Die Mitarbeiter tragen diese Entwicklung mit, das hat auch Fugmann schnell erkannt: „Man merkt eine Aufbruchstimmung, jeder möchte mitwirken.“ Und die Eigenständigkeit der Kreissparkasse erhalten. Dafür engagiert sich auch die Mutter einer Tochter. Und deshalb erkundet sie derzeit weniger „die einmalige Natur“, sondern mehr die Rathäuser und Betriebe im Landkreis.

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