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Schreckliches Szenario: Der 16-Jährige hängt kopfüber aus der Kabine der Kreuzeckbahn.

Münchner hängt kopfüber aus Kabine

So gefährlich endet die Mutprobe von vier Jugendlichen

Garmisch-Partenkirchen - Sinnfreie Idee: Vier Jugendliche aus München haben sich bei der Fahrt mit der Kreuzeckbahn eine Mutprobe ausgedacht. Doch dann passierte etwas, womit das Quartett nicht gerechnet hatte. 

Mehr Glück als Verstand hat am Samstag ein 16-jähriger Münchner gehabt. Der Jugendliche, der mit drei Freunden aus der Landeshauptstadt zum Snowboarden und Skifahren nach Garmisch-Partenkirchen gekommen war, versuchte sich „an einer absolut dummen und überflüssigen Mutprobe“. Verena Lothes, Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB), ist noch immer fassungslos, wenn sie sich vorstellt, was dabei alles hätte passieren können. Der Bursche überstand den Vorfall unverletzt. Der Schrecken sitzt ihm und seinen Begleitern aber sicher immer noch in den Gliedern.

"Wer verlässt als Letzter die Kabine?"

Etwa vier Meter über dem Boden hing der Bursche kopfüber aus einer der Kabinen der Kreuzeckbahn – und rief laut um Hilfe. Zu der unguten Situation war es gekommen, weil das Quartett bei der Auffahrt gewettet hatte, wer es schafft, als Letzter die Gondel zu verlassen. Nachdem zwei bereits ausgestiegen waren, blieben der Münchner und ein weiterer 16-Jähriger sitzen. An sich nichts Ungewöhnliches. Allerdings wollte er dann – „deutlich nach dem gekennzeichneten Eingangsbereich“, sagt Lothes – doch noch auszusteigen. Quasi in allerletzter Sekunde versuchte er rauszuspringen, blieb aber mit seinem Softboot-Schuh hängen, so dass sein Knöchel in der sich automatisch schließenden Tür eingeklemmt war.

Nachdem der Stationsdienst den Vorfall bemerkt hatte, setzte er die Anlage Lothes zufolge umgehend per Nothalt außer Betrieb. Bis zum vollständigen Stillstand der Kreuzeckbahn wurde der Betroffene aber noch etwa drei Meter aus der Stationsausfahrt gezogen – mit dem Fuß in der Kabine hängend und von seinem Freund gesichert. Über Telefon und Funk hatte derweil der diensthabende Betriebsleiter im Tal von dem Vorfall erfahren. „Er änderte daraufhin umgehend die Fahrtrichtung der Bahn und die Kabine fuhr zurück in die Bergstation“, schildert die Unternehmens-Sprecherin das Geschehen.

Das erste Fehlverhalten dieser Art

Oben angekommen befragten BZB-Mitarbeiter die 16-Jährigen eingehend. Und klärten sie vor allem ausführlich über die Verhaltensweise bei der Benutzung von Liften und Bahnen sowie die damit verbundenen Gefahren auf. „Da die Jugendlichen unverletzt blieben und zum Glück mit dem Schrecken davon kamen, haben die Kollegen von weiteren Konsequenzen abgesehen“, betont Lothes. Ein solches „Fehlverhalten von Fahrgästen“ haben sie und das übrige BZB-Team noch nie erlebt. Mutproben dieser Art seien extrem gefährlich, zumal die Bahn auch enorme Höhen überwindet. Bis zu 80 Meter schweben die Kabinen an manchen Stellen über dem Boden.

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