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Auch 2017 soll es eine Kultursommer-Lösung geben. 

Erste Ergebnisse nach Veranstalter-Insolvenz

Kultursommer: Zwischenlösung für 2017

Garmisch-Partenkirchen - Der Kultursommer in Garmisch-Partenkirchen steht seit der Insolvenz von Florian Zwipf-Zaharias Cultus Production GmbH auf wackeligen Beinen. Die Zukunft der Veranstaltung – ungewiss. Jetzt gibt es erste Erkenntnisse.

Die Karten müssen neu gemischt werden. Daran führt kein Weg vorbei. Soviel steht fest, seit der Geschäftsführende Gesellschafter Florian Zwipf-Zaharia mit seiner Cultus Production Gmbh Insolvenz angemeldet hat. Zwar bewegte nicht der Kultursommer den 58-Jährigen zu diesem Schritt, doch nicht zuletzt sanken in diesem Jahr die Besucherzahlen der Veranstaltung in Garmisch-Partenkirchen. Sie ist kein Selbstläufer. Auch nach 13 erfolgreichen Jahren nicht. Wie es weitergeht, das stand in den vergangenen Wochen unter einem großen Fragezeichen. Sogar von einem möglichen Aus war die Rede. Doch dieses Schreckensgespenst geistert nicht mehr umher. Es gibt Entwarnung, zumindest für 2017.

Der Kultursommer soll im kommenden Jahr auf andere Beine gestellt werden. Zu diesem Ergebnis kamen Vertreter des Marktes, Zwipf-Zaharia und der vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Sorg bei einem Gespräch. Ein positives, das keinen Zweifel an der Wertschätzung der Kommune an dem Cultus-Geschäftsführer ließ, wie Sorgs Sprecherin Silvia Ender mitteilt. Die Beratungen liefen nicht ins Leere. „Wir haben besprochen, in welcher Form der Kultursommer 2017 stattfinden könnte“ sagt Tourismus-Direktor Peter Nagel. „Dabei sind wir zum Schluss gekommen, dass es eine Zwischenlösung geben muss.“ Die werde aber noch mit den Kulturschaffenden vor Ort diskutiert.

Präsentationstermin für neues Konzept ist Januar 2017

Nach Tagblatt-Informationen soll die Steuerungsgruppe Kultur, der unter anderem SPD-Gemeinderat und Kulturreferent Robert Allmann, Tourismus-Direktor Peter Ries und Dr. Christian Wolf, Leiter des Richard-Strauss-Instituts, angehören, ein Konzept erarbeiten. Präsentationstermin ist Januar 2017.

Bei Zwipf-Zaharia dürfte diese Entwicklung für ein bisschen Erleichterung sorgen. Der Füssener kümmert sich im Zuge des Insolvenzverfahrens derzeit darum, eine Lösung für den Fortbestand aller anstehenden Events zu finden. Allen voran für das wohl wichtigste Projekt – den Kultursommer. „Es liegt mir sehr am Herzen, dass er der Region nicht verloren geht.“ Diese Absicht verfolgt auch die Marktgemeinde. Zuspruch für eine Zwischenlösung gibt es zudem von Sorg, der die Schwierigkeiten auf dem Gebiet kennt. „Bei der Organisation von Kulturveranstaltungen sind die Margen sehr gering, dafür die Ausgaben und die damit verbundenen Risiken sehr hoch“, betont der Insolvenzverwalter. Das stünde oftmals in keinem Verhältnis zueinander.

Gründe für Einbruch der Besucherzahlen noch herauszufinden

Eine der Risiken – die Besucherzahlen. Welche Gründe zu deren Einbruch in diesem Jahr geführt haben, damit will man sich noch auseinandersetzen. Erst danach fällt die Entscheidung, in welcher Form der Kultursommer für die kommenden Jahre ausgeschrieben wird, berichtet Ender. Der Gemeinderat muss den Entschluss ebenfalls bewilligen. Der Vertrag mit der Marktgemeinde, die den Kultursommer samt Michel-Ende-Woche mit jährlich 220 000 Euro bezuschusst, läuft bis 2017. Nach Informationen unserer Zeitung allerdings soll in den nächsten Tagen ein Aufhebungsvertrag unterzeichnet werden. Heißt zugleich: Eine Verlängerung für 2018 und 2019 dürfte erst einmal vom Tisch sein. Frei nach dem Motto: Abwarten, was das nächste Jahr bringt. Zugleich obliegt es dem Finanzausschuss zu beraten, in welchem Maß die Kommune die Zwischenlösung unterstützt. An Klärungsbedarf mangelt es jedenfalls nicht.

Trotzdem sieht Zwipf-Zaharia dem Neustart optimistisch entgegen, auch wenn er selbst an der Planung nicht mehr beteiligt sein wird. „Wir bedauern das Ende auf diese Art und Weise sehr“, betont Nagel. „Er hat unseren vollsten Respekt für seine Arbeit."

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