Kritik der Oberauer Eltern zeigt Wirkung

Verantwortliche informieren über offene Ganztagsgrundschule

Oberau - Eltern haben sich beklagt. Anonym. Sie forderten mehr Informationen über die neue offene Ganztagsgrundschule in Oberau. Darauf haben Gemeinde, Schule und Schulamt jetzt reagiert. Nicht öffentlich diskutierten sie das Thema.

Kritik ist erfolgreich, wenn jemand daraus lernt. In diesem Fall können Oberauer Eltern einen Erfolg für sich verbuchen. In einem anonymen Schreiben haben sie fehlende Informationen zur offenen Ganztagsgrundschule in Oberau beklagt (wir berichteten). Darauf wollen Gemeinde und Schule reagieren: Im Schuljahr 2017/18 sollen Informationen – gerade für die Schulanfänger – „früher und intensiver“ im Rahmen eines zusätzlichen Abends fließen. Dies ist ein Ergebnis aus einer nicht-öffentlichen Gemeinderatssitzung, in der die Kommunalpolitiker, Vertreter des Staatlichen Schulamtes Garmisch-Partenkirchen und die Leitung der Grundschule Oberau über die Kritik der Eltern diskutieren – Kritik, die Schulrat Markus Köpf zum Teil entkräftete.

Entscheidende Fragen trieben die Eltern zum neuen schulischen Betreuungsangebot um, das im September starten soll. Zum Beispiel: Wie schaut es mit der Genehmigung aus? Und welches Konzept steckt überhaupt hinter dem Angebot? Ausführliche Antworten muss Schulrat Köpf schuldig bleiben. Denn ihm fehlen selbst noch einige Informationen.

So erteilt die Regierung von Oberbayern ihre Genehmigungsbescheide für alle Schularten erst im Herbst. Doch haben Gemeinde und Schule im April erfahren, dass das Betreuungsangebot zum Schuljahr 2016/17 „grundsätzlich eingerichtet werden kann“. Ebenfalls im April schickte die Schulleitung Köpf zufolge ein Schreiben an die Eltern, um das Konzept des Angebots vorzustellen. Auch auf der Homepage der Schule wurden entsprechende Informationen eingestellt – mehr können die Verantwortlichen selbst noch nicht sagen. Zum jetzigen Zeitpunkt „ist eine konkrete Detailplanung zu den Angeboten nicht möglich“, sagt Köpf. Erst müssen die Klassenstundenpläne erstellt werden.

In einem weiteren Kritikpunkt – mangelnde Flexibilität im Vergleich zur bisherigen, jedoch kostenpflichtigen, Mittagsbetreuung – muss Köpf die Eltern mit endgültigen Informationen vertrösten. Die Mindestteilnahme der Schüler umfasse zwei Nachmittage, das steht bereits fest. Doch werden diese erst nach Schuljahresbeginn festgelegt. Auch in diesem Fall wollen Gemeinde und Schule aus der Kritik lernen: Sie prüfen, ob zum Schuljahr 2017/18 ein zusätzliches Betreuungsangebot im Rahmen der Ganztagsgrundschule mit einer kürzeren Zeit am Nachmittag eingerichtet werden kann, um die Flexibilität zu erhöhen.

Schule und Gemeinde gehen auf die Eltern zu. Sie bieten den Verfassern des anonymen Briefes an, eventuelle weitere Unklarheiten zu Schuljahresbeginn im Rahmen eines Elternabends zu klären. Bürgermeister Peter Imminger zeigte sich zuversichtlich, dass Anfangsschwierigkeiten gemeinsam und im Dialog mit den Eltern überwunden werden können.

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