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Hält fit, macht Spaß: wandern, zum Beispiel am Hörnle. Nun soll das Angebot besser vermarktet werden.

Neues Leader-Projekt wäre 156 Kilometer lang

Vier Talschaften, ein Wanderweg

Garmisch-Partenkirchen - Es gibt ein neues Leader-Projekt im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Die Wanderwege sollen besser vernetzt und vermarktet werden. Der Spitzenwanderweg würde sich über 156 Kilometer und 8000 Höhenmeter erstrecken. 

Würde es nach Christian Lackner gehen, dann gäbe es im Landkreis Garmisch-Partenkirchen bald einen sogenannten Premiumwanderweg. Doch das geht aus verschiedenen Gründen nicht, wie der Tourismus-Manager der Zugspitz-Region betont. Deshalb hat sich Lackner etwas anderes überlegt: Er will die Region mit einem „Spitzenwanderweg“ voranbringen. Ein neues Projekt, das die Talschaften miteinander verbindet und das jetzt in die Leader-Förderung aufgenommen wurde.

Die Zahlen, die Lackner in der Sitzung des Leader-Entscheidungsgremiums präsentierte, haben es in sich: Demnach würde sich der Spitzenwanderweg über 156 Kilometer und 8000 Höhenmeter erstrecken. Wer ihn gehen möchte, bräuchte 56 Stunden, käme an zehn Bahnhöfen in den Ammergauer Alpen, dem Blauen Land, der Alpenwelt Karwendel und dem Zugspitzland vorbei, genauso wie an zwei Königsschlössern. „Insgesamt gibt es zwölf Etappen“, verdeutlichte Lackner. Und das Besondere sind ihre Unterschiede: So sei hochalpines Wandern genauso möglich wie entspanntes Gehen durch das Murnauer Moos.

Grundlagenermittlung für 11.210 Euro

Bei dem Angebot sollen, wie der Tourismus-Chef betonte, keine neuen Wege geschaffen, sondern die bestehenden genutzt werden. „Es gilt jetzt, alle zu erfassen und ein Konzept zu erstellen.“ Sinn und Zweck sei es, den Besuchern – Touristen wie Tagesgästen – ein neues Produkt anzubieten. Und entsprechend zu bewerben. Der Spitzenwanderweg wäre dabei übrigens das erste Angebot, mit dem alle vier Talschaften gemeinsam an den Markt gehen.

Die Kosten für die Grundlagenermittlung bezifferte Lackner auf 11.210 Euro, der Leader-Antrag wurde auf 6726 Euro veranschlagt und vom Gremium so auch bewilligt. Für das Anpassen der Beschilderung wären bis zu 10.000 Euro nötig. Den größten Teil der Folgekosten würde Lackner zufolge aber die eigentliche Werbung ausmachen. Ihm schwebt eine Investition der Zugspitz-Region von rund 25.000 Euro vor. Entscheidungen dazu wurden noch nicht getroffen.

Pläne sollen im August oder September starten

„Ich würde gern im August/September mit den Planungen anfangen“, sagte er im Gremium. „Auf den Markt geworfen“ werden soll das neue Angebot im Idealfall im kommenden Jahr.

Das Siegel „Premiumwanderweg“ gibt es schon länger. Lackner zufolge kommt dieses für den Landkreis nicht infrage. Unter anderem deshalb, weil sehr viele Forstwege in den 1980er Jahren geteert wurden. Deshalb ist er auf die Idee gekommen, das Siegel sozusagen zu toppen. „Spitzenwanderweg...“, erklärte Lackner, „... ist ein Weg, der Großes verspricht“.

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