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Spatenstich für die Ortsumfahrung

Ein Festtag nach jahrelangem Ringen

Oberau feiert Spatenstich für Ortsumfahrung

Oberau - Zum ersten Spatenstich der Ortsumfahrung verteilt Bürgermeister Imminger Geschenke – und lädt ins Festzelt ein.

Strahlende Gesichter sowie die Farben Gelb und Blau dominieren am Dienstagvormittag in Oberau. Zum Strahlen haben die gut 250 Gäste, die den feierlichen ersten Spatenstich für die Ortsumfahrung verfolgen, auch allen Grund. Ihr zäher, 45 Jahre währender Kampf um Verkehrsentlastung ist zu Ende. Neben den Bürgern ist einer maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), der die 204 Millionen Euro für den Tunnel freigab. Mit blauen T-Shirts, auf denen in weißer Schrift zu lesen ist „Oberau sagt danke, Alex!“, würdigen zahlreiche Männer, Frauen und Kinder dieses Engagement. Und gelb kommt ins Spiel, weil die Firma, die jetzt mit dem Bau loslegt, etliche Regenschirme in dieser Farbe verteilt. Eine willkommene Gabe, schließlich strahlen nicht nur die Menschen, sondern auch die Sonne vom wolkenlosen blauen Himmel.

Es ist ein Feiertag in Oberau, dieser 1. September, an dem der lang ersehnte Bau der Ortsumfahrung endlich beginnt. Deshalb erscheint Bürgermeister Peter Imminger (CSU) auch mit zahlreichen Gaben. Neben besagten T-Shirts, die Gemeinderäte unters Volk bringen, beschert er dem Minister ein Verkehrsschild, auf dem „Alexander-Dobrindt-Tunnel Oberau“ steht. Dass die Röhren nicht nach dem Politiker benannt werden, sei zwar schon klar, „aber Du bist untrennbar mit diesem Bauwerk verbunden“. Als weiteres Zeichen seiner Wertschätzung zückt er das Goldene Buch der Gemeinde, in das sich der Peißenberger eintragen soll. „Mit der Unterschrift komm’ ich nicht mehr aus“, unkt Dobrindt.

Das braucht es freilich auch nicht. Die Mittel für die 4,2 Kilometer lange Umfahrung durch Mühlberg, Gießenbachtal und Kirchbichel sind schließlich längst bewilligt. Doch damit nicht genug: Unter viel Beifall und Bravo-Rufen verkündet Dobrindt, dass „auch die Finanzierung des Kramertunnels steht, sobald die Änderung des Planfeststellungsbeschlusses abgeschlossen ist“. Bei diesen Projekten gehe es nicht allein um Oberau, Garmisch-Partenkirchen und die Region, unterstreicht er. „Das betrifft die großen Verkehrsströme auf dieser zentralen Nord-Süd-Achse.“ Dass dieses „größte Nadelöhr im südbayerischen Raum“ nun geschlossen wird, sei vor allem der Verdienst der Bürgerinitiative Verkehrsentlastung Oberau (VEO) und all ihrer Mitstreiter im Dorf.

Deren Einsatz hebt Paul Lichtenwald, Präsident der Autobahndirektion Südbayern, ebenfalls hervor. „Die Bürgerbeteiligung spielt bei solchen Projekten eine immer größere Rolle. Oft bleiben die Befürworter still und überlassen den Behörden die ganze Überzeugungsarbeit.“ Was die Oberauer mit ihren regelmäßigen Protestmärschen und anderen Aktionen in den vergangenen Jahren angestoßen haben, „war sicher der Schlüssel zum Erfolg“. Dem kann sich Landtagsabgeordneter Harald Kühn nur anschließen: „Die absolute Geschlossenheit der Bürger war die Grundvoraussetzung, um dieses Straßenprojekt voranzutreiben.“

Symbolisch vollführen er und die anderen Ehrengäste den ersten Spatenstich, ehe sie der Musikkapelle ins Festzelt am Trachtenheim hinterherziehen. An diesem laut Imminger „wirklich großen Tag für unseren Ort“ lässt sich die Gemeinde nicht lumpen. Politiker, Behördenvertreter und insbesondere die Bürger sind eingeladen zum Mittagessen, zu kühlen Getränken – und vor allem zum Mitfeiern.

Die Fotogalerie zum Spatenstich

Oberau feiert Spatenstich für Ortsumfahrung

Tanja Brinkmann

 

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