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Die Arena in der Witter: Dort wurde das Spektakel ausgetragen. 

Einer hat die Nase deutlich vorne

Die Ochsen sind los

Wallgau - Der Hintern brennt, ein paar blaue Flecken bleiben als Erinnerung – aber das alles war es wert für die Riesen-Gaudi. Rund 5000 Zuschauer verfolgten das spannende Ochsenrennen. Am Ende allerdings war der Sieg eine klare Angelegenheit.

„Jaggl“ stürmt über die Ziellinie. Mit Karacho. Der Ochs ist kaum noch zu stoppen, so schnell ist er unterwegs. Am Ende zu schnell für seinen Reiter Hans Achatz junior. Er fällt von seinem tierischen Flitzer runter – mitten rein in eine große Matschlache. Er lacht trotz der Bruchlandung. Denn sein Jaggl“ ist der neue Speedy Gonzales unter den Ochsen. Uneinholbar – und somit sind er und sein Team der Freiwilligen Feuerwehr Krün seit Samstag die Sieger des ersten Wallgauer Ochsenrennens.

Achatz junior blieb an diesem Tag nicht der einzige, der mal abstürzte. Julia Schwarzenberger zum Beispiel hatte mit „Anton“ einen richtig wilden Kerl unter dem Hintern. Start, zwei Meter gelaufen, die Reiterin am Boden. Gehörte dazu und steigerte den Unterhaltungswert der Veranstaltung. Rund 5000 Zuschauer verfolgten das lustige Spektakel, feixten, fieberten mit, feuerten an. Das Moderatoren-Gespann Wolfi Hostmann und Alfred Sperer heizte die Stimmung noch mehr an.

Das erste Wallgauer Ochsenrennen, das die Feuerwehr Wallgau anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens organisiert hat, war ein voller Erfolg. 22 Teams mit Ochse, Reiter und Treiber konnten sich über vier Vor-, zwei Hoffnungs- und drei Halbfinalläufe bis ins Finale der besten Sechs vorkämpfen. Spannung pur war an diesem Nachmittag, an dem das Wetter glücklicherweise mitspielte, geboten. Die Zuschauer – aus dem Häuschen. So auch Raphael (45) und Anja Eichstätter (48) aus Bad Honnef, die am Tennsee ihren Urlaub verbringen. „Ich wusste nicht, dass es so etwas überhaupt gibt“, sagte Anja Eichinger, „alles war sehr gut organisiert und lustig.“ Auch ihr Ehemann staunte nicht schlecht. „Ich hätte nicht erwartet, dass die Ochsen auf Kommando loslaufen und so schnell rennen können.“ Darüber wunderte sich selbst Treiber Franz Riesch aus Krün. „Als ob die Tiere gemerkt haben, dass sie heute bei einem Rennen starten.“ Denn in den Trainingseinheiten seien sie alle viel langsamer unterwegs gewesen.

Im Festzelt ehrten Kommandant Johann Holler und Stellvertreter Johannes Berwein die Sieger. Jeder Teilnehmer durfte sich über einen von Fritz Walter handgeschnitzten Ochsen freuen. Für die Gewinner gab es zusätzlich ein Fass Bier. Um die Preise ist es aber keinem der Rennteams gegangen, sondern um den Spaß, die Erfahrung und darum, den Zuschauern einen packenden Wettkampf zu bieten. Dieses Ziel haben alle erreicht.

5000 Zuschauer verfolgen erstes Ochsenrennen in Wallgau - die Bilder

Wolfgang Kunz

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