„Die Kehrseite der Medaille“ im Olympia-Skistadion begeistert schon bei der Eröffnung die zahlreichen Ehrengäste. foto: thomas sehr

Olympia-Ausstellung: Ein Zwischenschritt in der Aufarbeitung

Garmisch-Partenkirchen - Olympia 1936 - Wettbewerbe, die die Nazis skrupellos für ihre Propaganda nutzten. Daran erinnert „Die Kehrseite der Medaille“. Im Skistadion hat die Ausstellung jetzt einen dauerhaften Platz gefunden.

Als wunderbares Wintermärchen fing es 1931 mit dem Zuschlag an, die Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 zerstörte aber den Traum von unbeschwerten Olympischen Spielen in GarmischPartenkirchen. „Was wäre das für ein großartiges Ereignis geworden mit der grazilen Schanze, der Bobbahn mit der legendären Bayernkurve und den steilen Hängen“, sagte Alois Schwarzmüller bei der Eröffnung der Dauerausstellung „Die Kehrseite der Medaille“ im Olympia-Skistadion. Stattdessen habe die braune Diktatur die Wettbewerbe und die sportlichen Leistungen für ihre Propaganda missbraucht. Mit diesen beiden Seiten der Spiele setzt sich die Schau, die im Rahmen der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2011 konzipiert worden war, eindrucksvoll auseinander. „Sie zeigt zudem, dass Garmisch-Partenkirchen keine Angst vor der Aufarbeitung hat“, betonte der Historiker, der sich im Arbeitskreis Ortsgeschichte im Nationalsozialismus dafür stark macht.

„Gerade die Bereitschaft, diese Verantwortung zu übernehmen, ist der Ausdruck von echter Liebe zur Heimat“, griff Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Schwarzmüllers Worte auf. Im Skistadion hat dieses sichtbare Zeichen der Geschichtsaufarbeitung nun den perfekten Platz gefunden. „Da passt es hin“, unterstrich Bürgermeister Thomas Schmid (CSB). Schließlich sei das Areal am Gudiberg einer der Originalschauplätze von 1936 gewesen und das Stadion für die Olympischen Spiele 1940 errichtet worden. Diese fanden aber nicht mehr statt, wenige Monate zuvor war schließlich der Zweite Weltkrieg ausgebrochen. Für Schmid ist der Einzug der Dauerausstellung aber nur ein „Zwischenschritt“ in der Auseinandersetzung mit der Ortsgeschichte und in den Bestrebungen, langfristig ein Wintersport-/Tourismus-Museum in Garmisch-Partenkirchen zu etablieren. (tab)

Auch interessant

<center>Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l</center>

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l
<center>Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l</center>

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l
<center>Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen
<center>Schokoladen-Set zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set zum Selbermachen

Schokoladen-Set zum Selbermachen

Meistgelesene Artikel

Inspektion für Männer beim Gesundheitstag

Garmisch-Partenkirchen - Vorsorge steht bei Männern häufig hinten an. Um das zu ändern, initiiert die Zugspitz Region einen Gesundheitstag für die Herren der Schöpfung. …
Inspektion für Männer beim Gesundheitstag

Zugspitz-Realschule: Die Generalsanierung kommt bestimmt

Garmisch-Partenkirchen - Kreisbaumeister Alkmar Zenger warnt die Politiker schon einmal vor: Nach der Schul-Sanierung ist vor der Schul-Sanierung. Sind die Arbeiten an …
Zugspitz-Realschule: Die Generalsanierung kommt bestimmt

Helmut Rasch, der Dia-Retter

Garmisch-Partenkirchen - Nach etwa 20 Jahren haben Dias ihr Ablaufdatum erreicht. Helmut Rasch will ihnen ein längeres Leben schenken und hat dafür eine Maschine …
Helmut Rasch, der Dia-Retter

Die Eisfläche am Mohrenplatz ist wieder geöffnet

Garmisch-Partenkirchen – Die Premiere im vergangenen Winter war ein Erfolg: Denn schnell entpuppte sich die neue Eislauffläche am Mohrenplatz zum Publikumsmagneten. An …
Die Eisfläche am Mohrenplatz ist wieder geöffnet

Kommentare