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Bewegender Moment: Kardinal Reinhard Marx weiht Adrian Zessin im Freisinger Mariendom zum Priester.

Nachprimiz am 3. Juli

Diakon Adrian Zessin zum Priester geweiht

Garmisch-Partenkirchen - Ein bewegender Moment: Adrian Zessin vom Pfarrverband Partenkirchen-Farchant-Oberau empfängt die Priesterweihe von Kardinal Reinhard Marx. Mit ihm werden sieben weitere Diakone in dieses Amt gehoben.

„Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden“ – unter dieses Motto hat Adrian Zessin seine Primiz gestellt. Mit sieben anderen Diakonen wurde der 30-Jährige, der seit gut einem Jahr als Diakon das Seelsorgerteam im Pfarrverband Partenkirchen-Farchant-Oberau verstärkt, am Samstag von Kardinal Reinhard Marx im Freisinger Mariendom zum Priester geweiht. Ein Ereignis, das sich auch Christen aus seiner aktuellen Wirkungsstätte nicht entgehen ließen. Mit ihnen und all jenen, die nicht mitfahren konnten, feiert Zessin am Sonntag, 3. Juli, seine Nachprimiz in der neugotischen Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr, im Anschluss findet im Pfarrheim ein Fest statt.

„Gott drückt Euch damit ein Brandzeichen auf: Ihr gehört zu Gott und seid für das Volk Gottes und alle Menschen da“, wandte sich Marx, Erzbischof von München und Freising, in seiner Predigt an die Neupriester. „Das priesterliche Leben vollendet sich, wenn wir sagen: Mein Leben gehört nicht mir, sondern den Menschen.“ Gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit sei eine „Grundsehnsucht“ zu spüren nach solchen Brückenbauern in „eine andere Welt, die verlässlich, immer da und treu ist und den Weg eröffnet in die ewige Freude.“

Trotz aller Kompetenzen und Techniken, die die Neupriester während ihrer Ausbildung erworben hätten, um eine Gemeinde zu leiten, sollten sie diese „Grundsehnsucht“ niemals vergessen: „Die Menschen vertrauen darauf, dass Euer Herz und Ohr auf die Stimme Jesu ausgerichtet und sensibel sind und sein Wort so offenbar wird.“ Denn, so mahnte Marx: „Ohne dieses Zeugnis, dass hier ein Mensch Gottes ist, wird das keine Frucht bringen und nicht nachhaltig sein.“

Zessin, der in Taufkirchen bei München aufgewachsen ist, wird nun seine Kaplanstelle im Pfarrverband Oberes Achental im Landkreis Traunstein antreten. Vor den Aufgaben, die sie erwarten, müssten er und die anderen Neupriester keine Angst haben, ermunterte sie Marx. Entscheidend sei, immer wieder um Vergebung und Erbarmen zu bitten.

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