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Machen sich fit für den Partenkirchner Forstdreikampf: (v. l.) Hansjörg Bauer, Toni Bauer, Karl Simon und Franz Maurer beim Training hinter dem Festzelt am Schützenplatz.

Partenkirchner Festwoche

Zehn Festtage zum 125-Jährigen

Garmisch-Partenkirchen - Zum 125. Gründungsfest des Partenkirchner Volkstrachtenvereins Werdenfelser Heimat ist einiges geboten. Ein großer Umzug mit 4000 Teilnehmern krönt die Feierlichkeiten. Das Zelt steht vom 13. bis 22. August am Schützenhaus. Dort erwartet die Besucher auch eine Premiere: Statt des Steinhebens gibt’s einen Forstdreikampf.

"Trachten, Bräuche und Sitten erhalten, heimatlichen Gesang und Tanz pflegen, die Eigenart der Bewohner des Oberlandes fördern“: So ist es in der Satzung der Oberländer Trachtenvereinigung verbrieft. „Und genau das machen wir Jahr um Jahr“, sagt Hansjörg Ostermair, seines Zeichens Vorsitzender des Partenkirchner Volkstrachtenvereins Werdenfelser Heimat. Für dieses Wochenende und die nachfolgenden zehn Tage lädt er darum auch zu ganz besonderen Veranstaltungen ein. Am Samstag, 13., und Sonntag, 14. August, begeht sein Verein 125-jähriges Gründungsfest. Wie sich das gehört, wird es gemeinsam beim Gaufest aller 31 Werdenfelser Trachtenvereine gefeiert, dessen Höhepunkt am Sonntagnachmittag der Trachten-Festzug von rund 4000 Frauen und Männern durch Partenkirchen ist. Die anschließende Heimatwoche im Festzelt am Schützenhaus dauert dann bis zum „blauen Montag“, 22. August.

Insgesamt zählen die 31 Trachtenvereine zwischen Mittenwald, Grainau und Großweil etwa 8000 Mitglieder. Ein Viertel von ihnen, den Nachwuchs, sah man schon beim Jugendtag durch Garmisch paradieren. Doch jetzt am Wochenende sind die Großen dran. „Wir schätzen“, sagt Gaupressewart Hans Jais, „dass nahezu 4000 beim Gaufest mitwirken.“ Die Feierlichkeit beginnt schon am Samstagabend um 20 Uhr gleichzeitig mit dem Auftakt der 61. Partenkirchner Festwoche: Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) übergeben zunächst die Veranstalter des vorigjährigen Festes, die Mittenwalder Trachtler, im Rahmen eines großen Heimatabends im 3000-Personen-Zelt die Gaustandarte an die Partenkirchner.

Das eigentliche Fest beginnt dann am Sonntag um 10 Uhr mit einem Gottesdienst am Floriansbrunnen, ehe sich um 14 Uhr der Trachtenzug durch den Ort bewegt. Der Sonntag endet mit einem Bunten Abend (20 Uhr), bei dem neben der Partenkirchner Musikkapelle unter Leitung von Sepp Grasegger auch die Hintergrasecker Musi aufspielt.

Auftakt der folgenden Festwoche ist der Feiertag Maria Himmelfahrt. Im Gegensatz zu früher findet an diesem Abend kein Steinheben statt, sondern das „Werdenfelser Goaßlschnalz’n“ samt musikalischem und Plattler-Programm mit peitschenknallenden Truppen aus Truchtlaching, Farchant, Grainau, Schliersee und Partenkirchen. „Wir lassen diesmal das Steinheben ausfallen, weil gleichzeitig auch andernorts solche Veranstaltungen stattfinden sowie große Fingerhakler-Termine“, sagt Ostermair.

Dafür ist das Unterhaltungs-Angebot an den folgenden Tagen umso stärker: Am Dienstag gastiert ab 20 Uhr das Zillertaler Erfolgstrio „Ursprung-Buam“ in Partenkirchen, eine Band, die trotz professionellen Sounds ihren Ursprüngen in der Volksmusik die Treue hält. Am Mittwoch, 17. August, ist der Abend der Sparfreudigen: Angesagt sind Bier- und Hendlpreise wie zu Zeiten von „anno dazumal“ und dazu gibt’s natürlich ebenfalls Platteln samt Altem Tanz, umrahmt von der Partenkirchner Blasmusik und der Wallgauer Tanzlmusi.

Originell und ungewöhnlich ist das Programm am Donnerstag: Beim „Partenkirchner Forstdreikampf“ nämlich dreht sich alles um den Baum, genauer gesagt um meterlange Baum-Trümmer. Zweier-Mannschaften müssen sie auf der Bühne „wörgeln“, also hin- und herrollen, anschließend mit der Axt durchhacken und dann mit der „Wiagsog“ halbieren – dies alles möglichst schnell und umrahmt mit viel Musik. „Die Spitzenzeiten liegen bei solchen Wettkämpfen bei eineinviertel Minuten“, betont Ostermair. Unglaublich, aber angeblich wahr.

Vollbesetzt wie immer dürfte das Zelt auch am Freitag, 19. August, sein. Denn an diesem Abend ist der traditionelle Tag der Betriebe und Stammtische. Am Samstag laden zur Abwechslung mal ganz andere, nicht minder klangstarke Musikanten, nämlich die Mittenwalder „Oimsummamusi“, die „Weiß’ngroana“ aus der Chiemseeregion sowie die Soiernbergler Sänger aus Krün ins Zelt ein.

Ein Heimatabend findet noch einmal am Sonntag statt, ehe man am Montag, 22. August, die letzte lange Zeltnacht genießen kann: Ab 19.30 Uhr spielen die Musikkapelle und das Werdenfels-Sextett die montäglichen „Blaumacher“ ins Finale der Festwoche. Aus is und gor is.

Wolfgang Kaiser

Das Gaufest:

Samstag, 13. August:

18.45 Uhr: Abmarsch des Vereins mit Musikkapelle und Trommlerzug, VTV Garmisch, GTV Mittenwald und Trachtenverein Farchant durch die Ludwigstraße zur Sebastianskirche; 19 Uhr: Heldenehrung am Kriegerdenkmal; 20 Uhr: Festabend im Zelt mit Übergabe der Gaustandarte von Mittenwald an Partenkirchen und Ehrungen; bei Einbruch der Dunkelheit Bergfeuer am Wank, am Wettersteingrat, an der Dreitorspitze, am Frauenalpl, am Musterstein und an der Schachenplatte.

Sonntag, 14. August:

6 Uhr: Weckruf; 10 Uhr: Festgottesdienst am Floriansbrunnen, Abmarsch zum Festzelt; 14 Uhr: Trachtenfestzug mit 31 Vereinen sowie 20 Musikkapellen und Trommlerzügen vom Zelt über Münchner-, Ludwig-, Haupt-, Mittenwalder-, Ludwigstraße zum Festzelt. Dort finden auch die Ehrentänze der Vereine statt.

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