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Beeindruckende Kulisse: gut 4000 Gebirgsschützen, Trommler und Musikanten sowie zahlreiche Schaulustige im Stadion am Gröben.

So war der Patronatstag der Gebirgsschützen

Ein Fest zu Ehren der Mutter Gottes

Garmisch-Partenkirchen - Gut 4000 Gebirgsschützen, Trommler und Musikanten sorgten für eine wunderbare Kulisse zu Ehren der Patrona Bavariae in Garmisch-Partenkirchen. Dieses "eindrucksvolle, bunte Bild" begeisterte auch Ministerpräsident Horst Seehofer.

Schneidig – treffender kann man nicht ausdrücken, was sich hunderten von Schaulustigen am Sonntag im Stadion am Gröben und im Garmischer Zentrum bot. Der, der dieses Attribut wählte, um den Aufmarsch von gut 4000 Gebirgsschützen, Trommlern und Musikanten zu beschreiben, war eigens aus Murnau nach Garmisch-Partenkirchen gekommen. „Dieses Schauspiel wollte ich mir nicht entgehen lassen“, betonte Anton Ernst. Und es hat sich gelohnt: Bei strahlend-blauem Himmel vor der traumhaften Kulisse des Wettersteinmassivs erlebte er ein beeindruckendes Fest zu Ehren der Patrona Bavariae.

46 bayerische Gebirgsschützen-Kompanien waren der Einladung der Gastgeber aus Garmisch gefolgt, um diesen besonderen Tag gemeinsam zu feiern. Dieses „gute, starke und saubere Ausrücken“ hob auch Landeshauptmann Karl Steininger hervor. Und konnte sich nicht verkneifen, in Richtung Elmar Thaler, Landeskommandant des Südtiroler Schützenbunds, und seiner Begleiter die Stärke der bayerischen Kompanien hervorzuheben. „Ich will Euch freilich keine Angst machen“, sagte er und lachte. Schon bei dieser Begrüßung wurde klar, dass der Humor bei den Gebirgsschützen nie zu kurz kommt. Dazu passt schon das Gebet, das die Mitglieder traditionsgemäß an ihre Patronin, die Mutter Gottes, richten: „In Deinen Schutz wir uns begeben, wo sicher wir und fröhlich leben.“

Der Humor, der in Pfarrer Josef Konitzers Predigt aufflammte, war es, der Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) gefiel. „Heute habe ich zum ersten Mal von der Weltmacht Ich gehört“, sagte er in Anspielung auf den Witz über das Kreuzworträtsel, bei dem der Gatte eine Weltmacht mit drei Buchstaben sucht. „Ich“, lautete die selbstbewusste Antwort seiner Frau. Von dieser Macht will Seehofer nun kommende Woche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin berichten. Und da hatte der Landesvater die Lacher auf seiner Seite.

Patronatstag: "Eine logistische Meisterleistung"

Bestens gelaunt hatte Seehofer vor dem Gottesdienst mit Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD), Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sowie Vertretern von Land- und Bezirkstag, aus dem Gemeinderat, von Polizei, Bundeswehr und natürlich der Gebirgsschützen-Kompanien geplaudert. Der Abstecher nach Garmisch-Partenkirchen war für ihn „die Verwirklichung eines Traums“. Damit meinte der Ministerpräsident nicht nur die traumhafte Kulisse, vor der der Altar aufgebaut war, sondern vor allem das „eindrucksvolle, bunte Bild“, das die gut 4000 Teilnehmer boten. Was sie alle für den Freistaat leisten, sei enorm, hob er in seiner Ansprache hervor. „Sie sind ein Bollwerk gegen die Beliebigkeit.“ Eines, das für Heimat, Brauchtum, Tradition und ein Zusammengehörigkeitsgefühl steht. Diese Tugenden machten den Freistaat auch so lebens- und liebenswert. Ein Tag wie dieser zeigt ihm, „dass wir Bayern es alleine können, Berlin und Brüssel brauchen wir nicht“.

Ins gleiche Horn stieß Thaler, der dieser Aufzählung noch Rom hinzufügte. „Unsere Antwort auf die neuen Herausforderungen ist, noch stärker zusammenarbeiten und unsere Freundschaft vertiefen.“ Denn in dem Punkt, dass man „genau schauen muss, wer ins Land kommt“, da sei er ganz auf Seehofers Linie. An die unruhigen Zeiten von Flüchtlingsströmen und Terroranschlägen erinnerte auch Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Meierhofer. „Da stellt die Tradition eine Stütze dar, an der wir uns orientieren können.“ Für sie war es eine „sehr große Ehre“, dass der Patronatstag nach 1998 und 2006 wieder in der Marktgemeinde stattfand. „Was Hauptmann Thomas Maurer und seine Garmischer Kompanie hier auf die Beine gestellt haben, ist ganz hervorragend. Eine logistische Meisterleistung.“

Die bewiesen die Gastgeber noch einmal beim Einzug der Festgäste ins Olympia-Eisstadion, wo die Gäste auf die beiden Hallen verteilt wurden. Beim gemeinsamen Mittagessen, zu dem die Schützenkapellen aus Eschenlohe, Partenkirchen und Garmisch aufspielten, fiel auch bei Maurer ein bisserl seine Anspannung ab. „Eigentlich hat ja alles gut hingehauen."

Patronatstag der Gebirgsschützen: Bilder

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