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Freuen sich auf das Festival: Anita Neuner und Stefanie Maurer vom Einrichtungshaus Dahlmeier.

Wettbewerb zum Richard-Strauss-Festival

Schaufenster inspiriert vom Meister

Garmisch-Partenkirchen - In den Tagen vor dem Richard-Strauss-Festival ist der Komponist in der Gemeinde absolut präsent. Auch in den Schaufenstern. Hiesige Geschäftsleute treten im Rahmen eines vom Markt initiierten Wettbewerbs um die schönste Dekoration gegeneinander an.

Große Banner schweben in der Luft, Plakate befinden sich an jeder Ecke. In den Tagen vor und während des Richard-Strauss-Festivals, das an diesem Samstag eröffnet wird,  in Garmisch-Partenkirchen präsentiert sich der Ort in Blau und Gold – also in den Farben der diesjährigen Festspiele. Der Komponist, der Garmisch 1908 zu seiner Wahlheimat erkor, ist allein schon durch Fahnen und Banner in den Straßen präsent. Aber auch die Geschäftsleute der Marktgemeinde befinden sich im Strauss-Fieber. Sie haben es sich heuer wieder zur Aufgabe gemacht, ihre Schaufenster ganz im Zeichen des großen Meisters zu schmücken. Über 40 Läden machen beim Wettbewerb um die schönste Deko mit. Die Besten werden in der kommenden Woche von einer Jury gekürt. Neben Eintrittskarten für das Strauss-Festival können sie unter anderem einen Weißbierbrunch im Mercure Hotel, ein Abendessen im Hotel Zugspitze oder einen Besuch im Day-Spa des Staudacherhofs gewinnen.

Anita Neuner vom Einrichtungshaus Dahlmeier freut sich jedes Jahr wieder auf das Strauss-Festival. „Es ist immer eine ganz besondere Zeit und es herrscht eine sehr schöne Atmosphäre im Ort“, findet die Dekorateurin. Sie und ihre Kollegin Stefanie Maurer haben eine Auslage des Geschäfts auf originelle Art und Weise gestaltet: Passanten sehen beim Blick in das Schaufenster einen Schreibtisch, auf dem sich Noten stapeln. Auch eingerahmte Schwarz-Weiß-Fotos des Künstlers, Bücher, eine alte Schreibmaschine und ein sitzender Harlekin befinden sich darauf. Geigen, Violinbögen und weitere kleine Harlekins sind am Boden zu bestaunen. „Wir haben uns natürlich ein Konzept überlegen müssen, was zu einem Einrichtungshaus passt und kamen auf die Idee, das Arbeitszimmer von Richard Strauss darzustellen“, sagt Neuner. „Ein Schreibtisch erschien uns da ideal. An einem solchen werden die Kompositionen ja wahrscheinlich entstanden sein.“

Auch Chefdekorateur Fritz Dirscherl vom Trachten- und Modehaus Grasegger hat sich wieder seine Gedanken zum Phänomen Strauss gemacht. Bereits im vergangenen Jahr hat er mit seiner stimmigen Kreation den Wettbewerb um das schönste Schaufenster gewonnen. Auch heuer scheint er mit seiner beeindruckenden Komposition wieder gute Chancen zu haben. „Inspirieren lassen habe ich mich vom aktuellen Plakat des Festivals“, sagt Dirscherl. Mittig, in der Form eines überdimensionalen Kreises hat er die in Blau und Gold gehaltene Ankündigung zu den Strauss’schen Tondichtungen „Von Narren und Weisen“ im Schaufenster des Trachtenhauses angebracht. Rund herum gesellen sich Abbildungen der Interpreten. Auf dem Boden liegen scheinbar lapidar verteilte Notenblätter. Die festliche und farblich zum Konzept passende Grasegger-Tracht glänzt dafür umso edler in der Mitte.

Ebenso liebevoll gestaltet erstrahlt das Schaufenster der Konditorei Krönner in der Garmischer Fußgängerzone. Eine Torte im Design des Festival-Plakates, in Schokolade gegossene, kleine Instrumente wie ein Klavierflügel und Violinen, Pralinen und Petit-Fours mit Richard-Strauss-Initialen und Querschnitten haben die Konditorinnen Denise Koschwanetz und Sabine Pfeiffer in hochwertiger Handarbeit hergestellt. Shirin Yalzin und Pranvera Hajdini setzten diese im Schaufenster gekonnt in Szene. Die Freude am Wettbewerb anlässlich des Festivals ist bei allen Angestellten groß. „Das Thema spielt für uns aber eigentlich das ganze Jahr eine wichtige Rolle“, betont die Assistentin der Geschäftsführung Antonia Pfefferle. Strauss-Schokolade und Pralinen werden immer verkauft „und kommen bei den Einheimischen und den Touristen sehr gut an“. Die Familie Krönner hat laut Pfefferle einen besonderen Bezug zum Dirigenten. „Die Ururgroßmutter von meinem Chef hat seinerseits ein signiertes Bild von Strauss geschenkt bekommen. Er liegt uns sehr am Herzen.“

Magdalena Kratzer

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