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Rollentausch: Probeweise stellt sich Kammersängerin Brigitte Fassbaender schon einmal ans Dirigierpult, auf dem die Noten zu Strauss’ Alpensinfonie liegen.

Richard-Strauss-Festival: Ein Programm voller Zuckerl

Die Erfüllung aller Wünsche

Garmisch-Partenkirchen - Eine Fülle des Wohlklangs will Brigitte Fassbaender dem Publikum beim Richard-Strauss-Festival 2017 bescheren. Vom 24. bis 30. Juni erklingt die Musik des weltberühmten Komponisten auf den Garmisch-Partenkirchner Bühnen.

Seine Musik – unsterblich, sein Werk – beglückend. Solche Worte wählt Brigitte Fassbaender, um Richard Strauss und sein Schaffen zu beschreiben. Dass sie sich seit 2009 intensiv mit dem von ihr so verehrten Künstler befassen durfte, „war eine ungeheure Bereicherung, für die ich sehr dankbar bin“. Ein bisschen Wehmut klingt mit, als die Künstlerische Leiterin des Richard-Strauss-Festivals ihr Programm präsentiert. Kein Wunder, schließlich geschieht es 2017 zum letzten Mal, dass sie Strauss in diesem Rahmen in seiner Wahlheimat Garmisch-Partenkirchen würdigen kann.

„Von Held und Welt“ ist das Angebot überschrieben, das sie ihrem Publikum vom 24. bis 30. Juni macht. Den fulminanten Schlusspunkt setzt die Alpinsinfonie, die das Nationale Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks unter der Leitung von Alexander Liebreich im Olympia-Eissportzentrum auf die Bühne bringt. Um die 130 Musiker lassen die Besteigung eines Bergs, das Gipfelglück, das nahende Gewitter und schließlich die sichere Rückkehr ins Tal vor dem geistigen Auge der Zuhörer erscheinen. Ein Genuss, von dem das Publikum gar nicht genug bekommen kann. „Ich habe immer wieder gehört, dass wir die Alpensinfonie jedes Jahr ins Programm nehmen sollen“, sagt Fassbaender. Allein der enorme Aufwand, ein Orchester dieser Größenordnung unterzubringen, machte es ihr allerdings nicht möglich, diesen Wunsch zu erfüllen. Zu ihrer Abschiedsvorstellung beschert sie den Zuhörern dieses Werk noch einmal.

Auch dafür kann sie sich feiern lassen, auch wenn Fassbaender darauf nicht eigens hinweist. „Auf das Abschiedsfest muss ich aufmerksam machen“, betont Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD). „Dazu ist sie zu bescheiden.“ Für die Rathaus-Chefin, selbst bekennende Strauss-Liebhaberin und engagierte Kämpferin für das Festival, ist es ein persönliches Anliegen, die Kammersängerin zu ihrem Abschied zu würdigen. Und zwar bei einer Feier, zu der alle Konzertbesucher eingeladen sind.

Neben dem Wunsch der Zuhörer erfüllt sich Fassbaender bei ihrer Dernière selbst ein paar Wünsche. Die großzügige Spende in Höhe von 100 000 Euro von Peter Eugen Eckes macht’s möglich (wir berichteten). Die Sopranistin Christiane Karg – „mittlerweile ein absoluter Star“ – gestaltet einen Abend mit Strauss-Liedern, Angelika Kirchschlager, eine leidenschaftliche Sängerin und eine inspirierende Lehrerin, übernimmt den Meisterkurs. Die „King’s Singers“, eine A-Capella-Formation aus England, studieren erneut Werke des bedeutendsten bayerischen Komponisten eigens fürs Festival ein. „Ein Wahnsinn“, meint Fassbaender und schmunzelt voller Vorfreude. Das sind nur einige der Zuckerl, die sie sich 2017 gönnt.

Zudem bringt sich die Intendantin, die durch ihre offene, liebenswerte Art die Herzen des Publikums gleich zu Beginn ihres Engagements im Sturm erobert hat, selbst ein. Sie trifft Kammersängerin Gundula Janowitz zum Künstlergespräch, moderiert das Kinderkonzert und mimt in der szenischen Lesung die Pauline Strauss. In der Rolle des Komponisten sitzt Udo Wachtveitl auf der Bühne. „Es wird eine wahnsinnig volle Woche“, sagt Fassbaender, „auf die ich mich sehr freue.“

Die Höhepunkte des Programms

Samstag, 25, Juni:
19.30 Uhr: Orchesterkonzert I mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Leitung von Ulf Schirmer mit Marlis Petersen (Sopran) und Bertrand Chamayou (Klavier) in der Alpspitz-Halle (Olympia-Eissportzentrum); auf dem Programm stehen die „Vier letzten Lieder“, die Burleske für Klavier und Orchester sowie „Ein Heldenleben“ von Richard Strauss.

Sonntag, 25. Juni:
19.30 Uhr: Liederabend mit Christiane Karg (Sopran) und Wolfram Rieger (Klavier) im Konzertsaal Richard Strauss; auf dem Programm stehen ausgewählte Werke von Richard Strauss.

Montag, 26. Juni:
19.30 Uhr: „The King’s Singers“ im Konzertsaal Richard Strauss; A-Capella geben sie Werke von Thomas Morley, Heinrich Isaac, Cole Porter, Richard Strauss und vielen anderen zum Besten.

Dienstag, 27. Juni:
19.30 Uhr: Orchesterkonzert II mit der Staatskapelle Weimar unter der Leitung von Oleg Caetini mit Juliane Banse (Sopran) und Maria Batsashvili (Klavier) in der Alpspitz-Halle; unter anderem erklingt hier die selten zu hörende „Symphonia Domestica“ op. 73 von Richard Strauss.

Mittwoch, 28. Juni:
19.30 Uhr: Kammerkonzert mit Daniel Ottensamer (Klarinette) und Christoph Traxler (Klavier) im Olympiasaal.
22 Uhr: Lachen ist angesagt beim Klassik-Kabarett mit „Bidla Buh“ im Konzertsaal Richard Strauss.

Donnerstag, 29. Juni:
19.30 Uhr: Operngala mit dem Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks unter Leitung von Alexander Liebreich in der Alpspitz-Halle mit Christina Landshamer (Sopran), Michelle Bredt (Mezzosopran), Krassimira Stoyanova (Sopran), Michael Weinius (Tenor) und Teilnehmern des Strauss-Gesangswettbewerbs 2017.

Freitag, 30. Juni:
19.30 Uhr: Orchesterkonzert III mit dem Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks unter Leitung von Alexander Liebreich in der Alpspitz-Halle, in der zum fulminanten Abschluss die Alpensinfonie von Richard Strauss erklingt; im Anschluss findet ein Abschiedsfest für Kammersängerin Brigitte Fassbaender statt.

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