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Besonders beeindruckend waren die Werke von Sani Kneitinger. Die Künstlerin schafft es, mit ihrem Bodypainting die Körper ihrer Modelle perfekt in die Umgebung einzufügen.

Oldtimerschau nur in kleinem Rahmen

Rock'n Fellas-Festival: Erfolg trotz ungünstiger Wetterlage

Garmisch-Partenkirchen - Mehr Besucher als erwartet: Marco Wanke, Veranstalter des Rock‘n Fellas-Festivals, hatte Pech mit dem Wetter. Er ist trotzdem zufrieden und plante schon die fünfte Auflage.  

 Zuerst wollte er sich nur einen Traum erfüllen. Als Marco Wanke vor vier Jahren das erste Oldtimertreffen in Garmisch auf die Beine stellte, fand es im kleinen Rahmen am Richard-Strauss-Platz und rund um den Kurpark statt. Dies wurde gut angenommen, und wuchs in den folgenden Jahren so rasant, dass man sich nach einer größeren Location umsehen musste. „Come and Rock this Town“ – unter diesem Motto fand am Wochenende das vierte Rock‘n Fellas-Festival im Olympia Skistadion statt. Trotz der vielen Regengüsse, die über das Stadion hinwegzogen, wurde den Fans der 1950er- und 1960er- Jahre einiges geboten. Wanke war zufrieden. „Für das Wetter kann keiner was“, betont er. „Es sind mehr Besucher erschienen als erwartet.“ Dass es eine fünfte Auflage geben wird, steht schon fest. Wanke hat bereits viele Ideen. Außerdem hat er sich zum zehnjährigen Jubiläum ein ganz besonderes Ziel gesetzt. Bis dahin soll das Rock’n Fellas-Festival eine feste Institution in Garmisch-Partenkirchen sein. Ein Ereignis, das denselben Stellenwert einnimmt, wie das BMW-Biker-Treffen.

Aufgrund der ungünstigen Wetterlage konnte die angekündigte Oldtimerschau nur im kleinen Rahmen stattfinden. Da Regen für die empfindlichen Oldtimer schädlich ist, holten am Samstag nur die Hardliner wie Andi Berg ihre Schätze heraus. Er trotzte dem Wetter und wagte sich mit seinem einachsigen Hot Rod, einem 31er Baujahr mit 80 Jahre alten Reifen, von München nach Garmisch. Er ist einer, der sich von nichts aufhalten lässt. Mit seinem Schmuckstück, das es mit seinen 200 PS auf immerhin 100 Stundenkilometer bringt, war er sogar schon im Ruhrpott. Der Malermeister hat sich mit dem Wagen einen Jugendtraum erfüllt. „Manche Dinge kann man sich eben erst im Alter verwirklichen“, sagt der 51-Jährige. Auch der VW-Käfer-Club aus Landeck in Tirol war mit ein paar Mann vertreten. Zusammen sind sie fast jedes Wochenende unterwegs und klappern die Treffen ab. Sie sind, wie viele andere, von der ersten Stunde an dabei.

Das Rock‘n Fellas-Festival hat sich in kürzester Zeit einen Ruf aufgebaut, der über die Landesgrenzen hinaus geht. Dirk und Sandra Sassel aus Haselünne im Emsland haben extra ihren München-Urlaub vorverlegt und über 800 Kilometer hinter sich gelassen, um dabei sein zu können. „Ich bin ein Fan der 50er Jahre“, betonte Dirk Sassel. „Und der Regen ist mir egal, solange die Musik stimmt.“ Dafür sorgte bereits am frühen Nachmittag die Band „The Nobodys“. Ebenfalls geborene Entertainer sind die beiden Tanztrainer Harald Seidler und Ulla Schorer aus Allenbach am Bodensee. Sie fanden die Atmosphäre auf dem letzten Rock‘n Fellas- Festival so gut, dass sie beschlossen, in diesem Jahr einen Crashkurs zu geben. Sie animierten das Publikum mit charmanter Überzeugungskraft zum Mitmachen und brachten den mutigen Teilnehmern den Halligalli-Tanz bei. Eine Art Line-Dance aus den 1950ern, der den Schülern in kurzer Zeit leicht vom Fuß ging. „Ich unterrichte zum ersten Mal in knöcheltiefem Wasser“, scherzte Harald Seidler.

Das absolute Highlight, auf das die Kenner der Szene sehnsüchtig gewartet hatten, war der Auftritt der Band "Root Bootleg". Die vier Männer aus Garmisch-Partenkirchen ließen es mit ihrer beeindruckenden Bühnenpräsenz so richtig krachen.

"Rock'n Fellas"-Festival im Olympia-Skistadion

"Rock'n Fellas"-Festival im Olympia-Skistadion

Beate Berger

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