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Zufriedene Geichter: (v. l.) Wolfgang Bauer, Peter Berchtenbreiter, Karin Landherr, Fachnereichsleiterin Diana Müller, Monika Meier-Pojda, Geschäftrsführerin des SkF-Landesverband und German Kögl, SkF-Geschäftsführer Garmisch-Partenkirchen.

Mehr Räume aufgrund steigender Nachfrage 

Neue Geschäftsstelle für Schwangerenberatung

Garmisch-Partenkirchen - Sozialdienst katholischer Frauen trägt der gestiegenen Nachfrage und dem größeren Personalstand Rechnung. Die neue Geschäftsstelle der Schwangerenberatung bietet mehr Platz für Mitarbeiterinnen und werdende Mütter.

Eine Schwangerschaft verändert das Leben einer Frau nachhaltig. Nicht nur der Körper durchlebt innerhalb von neun Monaten eine Wandlung. Mutter zu werden, bringt enorme Herausforderungen mit sich. Wie finanziere ich mein Leben mit Kind? Welche staatlichen Hilfen gibt es? Antworten auf diese Fragen sind existenziell. „Vor allem, wenn der Nachwuchs nicht geplant, die Mutter womöglich selbst noch ein Teenager ist und in der Ausbildung steckt“, sagt Diana Müller, Leiterin der Katholischen Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen in Garmisch-Partenkirchen.

In den 1975-er Jahren wurde das Büro für Familienarbeit vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) gegründet. Seitdem bekommen werdende Mütter dort anonym und kostenlos Rat und Unterstützung. Das Angebot wird im Landkreis nach wie vor stark genutzt. Aus einer sozialpädagogischen Beraterin wurde im Laufe der Jahrzehnte vier. Eine fünfte Halbtagskraft soll demnächst dazukommen.

Zu wenig Platz für diese große Nachfrage waren die zirka 50 Quadratmeter die dem Pädagoginnen bislang in der Garmisch-Partenkirchner Parkstraße zur Verfügung standen. Aus diesen Grund durften Müller und ihre Mitarbeiterinnen Monika Duna, Christa Altmann und Christine Reitmann nun in eine neue Geschäftsstelle in der Hauptstraße umziehen.

Beratungsstelle wurde auf 200 Quadratmeter vergrößert

„Ein ganzes Dorf ist nötig, um ein Kind aufzuziehen“ lautete das Motto der Veranstaltung. Das Sprichwort der afrikanischen Autorin und spirituellen Lehrerin Sobonfu Some passt besonders gut zu der Beratungsstelle, fand Karin Landherr, Erste Vorsitzende des SkF im Landkreis. „Ihr wisst, wie wahr dieser Spruch sein kann“, sagte sie zu den Sozialpädagoginnen. „Ich freue mich besonders, dass Ihr eure Arbeit nun in größeren Räumlichkeiten nachgehen könnt.“ So haben die vier Beraterinnen auf 200 Quadratmeter nun jeweils ein eigenes Sprechzimmer. Zwei Sekretärinnen im Empfangsraum kümmern sich um Termine und Organisatorisches. Auch ein Kleiderdepot für Kinder ist vorhanden. Der Warteraum ist mit Spielsachen und einen Wickeltisch ausgestattet. „Die Aufteilung der Räume ist sehr praktisch“, sagt Müller „Hier lässt es sich sehr gut arbeiten.“

Bei der Segnung unterstrich Diakon Andreas Altmiks die Notwendigkeit der Schwangerschaftsberatung. Schließlich hätte „auch die Heilige Maria hier Herberge finden können“. Auch Peter Berchtenbreiter vom Landratsamt Garmisch-Partenkirchen teilte diese Meinung. Als Vater von vier Kindern wisse er, dass Mütter und Väter in der Familienplanung einen kompetenten Ansprechpartner brauchen. In diesem Zuge sicherte er den Pädagoginnen der Bertungsstelle seine Unterstützung zu. „Ihr wisst, dass Ihr bei Nöten zu mir kommen könnt“, sagte er. „Wir werden immer einen Weg finden.“ Der Zweite Bürgermeister Wolfgang Bauer (CSU) schloss sich Berchtenbreiter an. Mit einem Augenzwinkern bezog er sich auf Altmiks Rede. Er hoffe, dass die Beraterinnen nicht „in die Not kommen“ und Jugendlichen „das Wunder der unbefleckten Empfängnis“ erklären müssen.

Mit dieser Frage beschäftigen die Pädagoginnen tatsächlich weniger. „Die Jugend ist in der Regel sehr gut aufgeklärt“, betont Müller, die mit ihren Kolleginnen auch an Schulen sexualpädagogischen Unterricht anbietet. Unter anderem nutzen viele Mädchen und Buben den Online-Chat des SkF im Internet. Viele tauschen sich dort regelmäßig zum Thema Sexualität aus, weiß Müller. Die Beratungsstelle richte sich generell nicht nur an Mütter, die unverhofft schwanger werden, betont sie. „Auch Paare, die in der Familienplanung stecken und dazu Fragen haben, sind bei uns willkommen.“

Magdalena Kratzer

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