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Kombiniert Spiel mit Kampfkunst: Der Japaner Ace-K.

Hutgeld statt Gage

Straßen-Kunst-Festival in Partenkirchen begeistert Besucher

Garmisch-Partenkirchen - Die dritte Auflage des Straßen-Kunst-Festivals ist ein voller Erfolg. Das schöne Wetter und die internationalen Artisten ziehen die Besucher in die Ludwigstraße.

Richtig bunt ging es Freitag und Samstag im Ortsteil Partenkirchen beim dritten Straßen-Kunst-Festival zu. Tausende Besucher strömten am Wochenende durch die Ludwigstraße und ließen sich von Artisten, Musikern und Commedians verzaubern. Das vielseitige Programm und das gute Wetter lockten mehr Menschen an, als es sich die Veranstalter erträumt hatten. Man wäre auf alle Situationen vorbereitet gewesen. Auch im Fall von Regen hätte man Ausweichmöglichkeiten gehabt. Doch Petrus meinte es gut und schickte strahlenden Sonnenschein.

An fünf Schauplätzen traten die Straßenkünstler zu jeder vollen Stunde auf. Die Veranstaltung lief unter dem Motto „Hutgeld – ohne Moos nix los“. Dabei verlangten die Künstler keine Gage, sondern verdienten sich ein Hutgeld, das die Zuschauer nach jeder Darbietung geben konnten. Die Darsteller waren mit ihrem Umsatz besonders am Samstag sehr zufrieden. Ganz im Gegensatz zu den Slotfreunden Werdenfels. Sie hatten für das Fest ihre riesige Carrera-Rennbahn zur Verfügung gestellt. Dort durften die Besucher für Spendenbeiträge fahren. Das Interesse war groß, doch in der Spendensau landete dennoch so gut wie nichts.

An Langweile war an beiden Festival-Tagen nicht zu denken. Veranstalter Tobias Hundertpfund bot den Besuchern eine Vielzahl an Attraktionen. So hatten die Besucher auf der einen Kilometer langen Künstlermeile die Qual der Wahl. Viele Comedians und Magier brachten das Publikum zum Lachen und gleichzeitig zum Staunen, wie etwa der slowenische Cabaret-Magier Sam Sebastian, der mal eben Wasser in Bier verwandelte, dann damit jonglierte und dabei – fast – nichts verschüttete. Ebenso verursachte das Comedy-Duo „Bobarino Gravittini & Fräulein Marianne Döpp“ so manchen Zwerchfellkrampf. Unter anderem mit einem Striptease der etwas anderen Art. Dabei verwandelte sich eine schrullige tollpatschige Dame in die rassige Artistin Marianne Döpp.

Auch ein Brüller war der argentinische Clown „Ale Risorio“. Er interagierte und improvisierte mit seinem Publikum und strapazierte die Lachmuskeln erheblich.

Wer sich mehr für die Akrobatik interessierte, der besuchte unter anderen die Auftritte von „Opala Cie“, einem spanisch-französischen Paar, das mit einer Mischung aus Zirkus- und Theaterspiel eine Liebesgeschichte erzählte. Auch „Felicity Footloose“ aus Großbritannien – eine wagemutigen Frau, die kopfüber am Trapez hängend mit mehreren Messern jonglierte – begeisterte die Besucher. Eine Mischung aus Theater, Comedy und Artistik präsentierte der Japaner Ace-K, der in seine Bewegungen Elemente aus Kung Fu und Jazz Dance integrierte und dazu eine magisch-akrobatische Darbietung bot.

Neben den artistischen Attraktionen war auch für musikalische Unterhaltung gesorgt. Vier Bands aus Deutschland und Österreich traten abwechselnd auf und untermalten ihre Shows teilweise mit akrobatischen Einlagen. So jonglierte Cortes Young, der Drummer des Duos „Felice & Cortes“ nicht nur mit seinen Sticks, sondern auch mit Keulen und Bällen. Eine gelungene Abendshow lieferte das “Drumatical Theater“. Eine Percussion-Gruppe, die auf speziellen Blechfässern mit Lichteffekten für Trommelwirbel sorgte.

Zum zweiten Mal wirkten die 25 Jungen und Mädchen des „Zirkus Pfarrelli“ beim Festival mit. Der Pfarreizirkus aus Garmisch-Partenkirchen war bereits im vergangenem Jahr mit von der Partie. Die jungen Akrobaten, von denen die jüngsten sieben Jahre alt sind, hatten sichtlich Spaß an ihrer Einlage. Sie bauten menschliche Pyramiden, jonglierten und präsentierten ihre Hula-Hoop-Künste. Ganz wie ihre großen Vorbilder. Als Ass am Diabolo erwies sich der 11-jährige Liam Klein Paste.

Straßen-Kunst-Festival lockt viele Besucher an 

Buben und Mädchen, die zwischen den vielen Auftritten eine Verschnaufpause brauchten, konnten eine der beiden Kinderschminkstationen oder die Hüpfburg besuchen. Die Erwachsenen übten sich dagegen am Stand von Andrea Albrecht mit traditionellen ungarischen Reiterbögen im Schießen.

Toni Krätz, Erster Vorsitzender des Vereins „Partenkirchen erleben“, ist mit dem Ergebnis des Festivals zufrieden. „Alles ist gut gelaufen“, sagt er. Vor allem das große Interesse der Besucher, freut ihn. Die bunte Mischung an nationalen und internationalen Künstlern gefiel ihm besonders. Die Hände wird Krätz dennoch nicht in den Schoß legen. Mit Hundertpfund erarbeitet er gerade ein neues Konzept für 2017. Dabei gilt es vor allem, die aktuellsten Sicherheitsauflagen umzusetzen. Nach dem Erfolg heuer würde sich Krätz eine vierte Auflage der Veranstaltung freuen: „Gerne kann das Festival auch im nächsten Jahr wieder stattfinden."

Beate Berger

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